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Projekte | 15.05.2019

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

UTB plant ein Wohnhochhaus in Berlin-Kreuzberg

Quelle: gmp Architekten
Das Rendering zeigt, wie die Idee für das WoHo umgesetzt werden könnte. Mit fortschreitenden Planungen wird sich das Gebäude noch verändern.

Quelle: gmp Architekten

In der Schöneberger Straße, nicht weit vom Potsdamer Platz entfernt soll nach den Plänen vom lokalen Projektentwickler und Bauträger UTB das WoHo Kreuzberg entstehen. Bewohner aller Einkommensklassen will UTB-Chef Thomas Bestgen in verschiedenen Wohnmodellen von der Baugruppe bis zum geförderten Mietwohnungsbau unter einem Dach vereinen. Das Grundstück für das Projekt ist gesichert, Baurecht für den Wohnturm gibt es aber noch nicht.

Gebaut werden soll auf einem 3.000 qm großen Grundstück um die Ecke vom Landwehrkanal wo jetzt noch ein paar Schrauber ihre Werkstätten und Garagen haben. Für die Fläche gibt es bereits einen Bauvorbescheid für einen gewerblichen Sechsgeschosser. Und vermutlich wäre hier schon längst etwas gebaut worden, hätte nicht eines Tages Bestgen mit seiner Idee für das Wohnhochhaus beim Eigentümer des Grundstücks auf der Matte gestanden.

Ginge es nach Bestgen könnte das an zwei Seiten von Parks umgebene Grundstück der Standort für den Feldversuch werden. Ein Hochhaus mit ca. 30 Etagen und 20.000 qm BGF könnte dort nach seiner Vorstellung aus dem Boden wachsen. Es solle kein Wohnturm in "monostrukturierter Bauträgerbeliebigkeit" werden, sondern ein Hochhaus, das den durchmischten Kreuzberger Kiez in der Vertikalen abbildet, erklärt Bestgen. So wie entlang einer Straße mal Häuser mit Eigentumswohnungen, Sozialwohnungen oder frei finanzierten Mietwohnungen mit genossenschaftlichen Gebäuden oder Baugruppenprojekten oder gewerblichen Nutzungen wechseln, soll es auch im WoHo einen Mix von Wohnungen in unterschiedlichen Preisklassen und Typen geben.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Auf diesem Grundstück soll das WoHo gebaut werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Für gewerbliche Nutzungen könnte der Sockel Platz bieten, der nach den derzeitigen Entwürfen die Berliner Traufhöhe aufnimmt. Hier schweben Bestgen beispielsweise eine Kita mit eigenem Außenbereich vor, eine Kiezkantine, aber auch Coworking-Spaces oder Ateliers. Das WoHo soll ein Haus werden, das für Nachbarn und Besucher im Kiez offen steht. Nicht nur im Sockel, sondern auch ganz oben auf dem Dach des Gebäudes ist deshalb ein Café mit Aussichtsterrasse geplant.

Ein Hochhaus für alle

Was das WoHo zudem von anderen Hochhäusern unterscheiden soll, sind großzügig angelegte Gemeinschaftsflächen, die von allen Bewohnern bespielt werden können. Sechs zweigeschossige Begegnungszonen mit vorlagerten Terrassen sind momentan im gesamten Gebäude geplant. Hier kann gemeinsam gefeiert, gespielt oder gegessen werden. Mit diesen Bereichen will Bestgen der für Hochhäuser typischen Anonymität vorbeugen. "Wir können als privater Entwickler so eine gute Durchmischung herstellen", sagt Bestgen. Auch finanziell würde sich eine solche Mischnutzung rechnen, ist er überzeugt. Mit teureren Eigentumswohnungen könnten etwa preiswertere Wohnungen querfinanziert werden.

Ob das WoHo tatsächlich gebaut wird, hängt davon ab, ob der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen entsprechenden B-Plan beschließt. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher weiß Bestgen schon mal auf seiner Seite, sie stellte das Projekt mit dem innovativen Ansatz auf der diesjährigen Mipim in Cannes vor. Momentan wird ein städtebauliches Gutachten für das Vorhaben erstellt. Läuft alles gut, könnten die Pläne für das WoHo weiter konkretisiert werden. Bis gegebenenfalls tatsächlich gebaut werden kann, wird aber noch ein Weilchen dauern.

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