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Projekte | 08.05.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Schönefeld Tower wird höchster Turm Brandenburgs

Quelle: Tamax
300 Mio. Euro soll der innovative Gewerbecampus mit Hochhaus kosten.

Quelle: Tamax

Der Schönefeld Tower am Hauptstadtflughafen BER wird das höchste Haus im Lande Brandenburg: 110 m hoch, mit 28 Stockwerken und rundherum verglast. Der Oderturm in Frankfurt an der polnischen Grenze bringt es nur auf 90 m.

Errichtet wird der lange Kerl direkt am Eingang zum Airport. "Wir gehen jetzt ins Bebauungsplanverfahren", freut sich Frank Bochon, Projektmanager beim Bauherrn Tamax. Rund 300 Mio. Euro wird der Schönefeld Tower in der gleichnamigen Gemeinde kosten. Ergänzt wird der neue Riese an der Südspitze des 34.000 qm großen Grundstücks entlang der Waltersdorfer Chaussee um vier kleinere Gebäude. Die Planungen für das Areal stammen vom Berliner Architekten Götz M. Keller.

Innovativer Gewerbecampus

Insgesamt sind 70.000 qm Bruttogrundfläche in Planung. Vorstellen kann Bochon sich für seinen "Gewerbecampus für die Ansiedlung innovativer Tech- und Finanzunternehmen" aber nicht nur Büros, sondern auch ein Hotel und Boardinghaus.

Die kurzfristig im Raum stehende Idee, Wohnungen für die aus allen Nähten platzende deutsche Hauptstadt in der 16.000 Einwohner zählenden Gemeinde zu bauen, ist vom Tisch. "Im Flächennutzungsplan steht Gewerbe", winkt Bochon ab. "Außerdem liegt das Grundstück direkt an Autobahn 113." Im Jahr 2015 hat Tamax das Areal einen Steinwurf von der Stadtgrenze entfernt erworben.

Um Nutzer und Finanziers wirbt Bochon mit dem Flughafen, der Fachleuten zufolge eine Jobmaschine mit 40.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region werden soll. Die kleine Gemeinde rechnet in den kommenden Jahren mit knapp 30.000 neuen Einwohnern.

Bürgermeister findet den Turm "toll".

Hinzu kommt die günstige Verkehrslage sowie niedrige Gewerbesteuerhebesätze. Der Hebesatz liegt bei 240%. Ein paar Kilometer weiter, in Berlin, sind 410% fällig.

2020 oder 2021, sinniert Bochon vorsichtig, könnte der Bau auf dem öffentlich voll erschlossenen Grundstück beginnen. 2025, 2026 dann, so der Manager weiter, sei mit einer Eröffnung zu rechnen. Volle Unterstützung erfährt er vom Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld. Udo Haase (parteilos) findet einen Turm - und dann noch den höchsten Brandenburgs "toll." "Dann können sie uns vom Alex aus sehen", strahlt das promovierte Gemeindeoberhaupt.

Nicht nur er, sondern auch die übrigen Gemeindeväter seien für das Hochhaus. Im nächsten Schritt müssen jetzt die Träger öffentlicher Belange befragt werden - Flugsicherung, Nachbarn, Flughafengesellschaft. Ob sich eine Bürgerinitiative in der rasant wachsenden Gemeinde gegen das Vorhaben formieren wird? "Mal gucken", sagt der erfahrene Verwaltungsfachmann, "noch hat sich niemand bei mir gemeldet."

Transaktion: Schönefeld, Waltersdorfer Chaussee

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