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Märkte | 09.04.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Münchner Büromieter gehen ins Umland

Quelle: Allgemeine Südboden Grundbesitz AG
Die Unternehmensberatung Accenture hat im ersten Quartal mehr als 14.000 qm in der Neuen Balan in München-Giesing gemietet.

Quelle: Allgemeine Südboden Grundbesitz AG

Trotz knapper Flächen wurden in München im ersten Quartal 2019 wieder mehr als 190.000 qm Bürofläche vermietet. Das waren rund 20% weniger als im Vorjahresquartal, aber immer noch mehr als im langjährigen Durchschnitt.

Große Flächen sind rar im Münchner Markt. Dennoch finden Unternehmen immer wieder etwas, wo sie unterkommen können. Den größten Abschluss steuerte die Allianz bei mit knapp 19.000 qm in der Apianstraße 8 in Unterföhring. Das 44.000 qm große Gebäude gehört Aroundtwon und ist derzeit noch an HVB Immobilien vermietet. Der Mietvertrag läuft allerdings nur rund zwei Jahre, bis die Um- und Ausbauarbeiten am Campus in Unterföhring abgeschlossen sind. Dann sollen die Mitarbeiter dorthin umziehen.

Mit mehr als 14.000 qm meldete die Allgemeine Südboden eine weitere große Vermietung an die Unternehmensberatung Accenture in ihrem Quartier Neue Balan in München-Giesing. Design Offices sicherte sich zudem 9.600 qm in den Bavaria Towers im Münchner Osten. Die Makler von JLL zählten sechs weitere Abschlüsse, die mehr als 5.000 qm betrugen.

In Zukunft könnte es etwas einfacher werden

Für das Gesamtjahr sind die Makler optimistisch. Um die 850.000 qm dürfte der Flächenumsatz auch in diesem Jahr betragen, so die fast einhellige Meinung. Dabei dürfte der Anteil des Umlands am Ergebnis weiter zunehmen. "Wir erwarten erstmals seit langem wieder spekulative Projektentwicklungen außerhalb der Stadtgrenzen, die zur Entlastung des angespannten Marktes beitragen können", sagt Peter Bigelmaier von Colliers München.

Zwar entfielen auf das Münchner Stadtgebiet laut Cushman & Wakefield fast 130.000 qm des gesamten Flächenumsatzes. Das Umland steuerte jedoch mit mehr als 60.000 qm schon fast ein Drittel des gesamten Bürovermietungsvolumens bei.

Die hohe Bautätigkeit lässt eine leichte Entspannung in der Zukunft erwarten. Rund 845.000 qm Bürofläche sind in der Entwicklung oder geplant, so viel wie seit 2003 nicht mehr. Allein in diesem Jahr erwartet Fritz Maier-Hartmann von JLL in München, dass 450.000 qm Büroflächen auf den Markt kommen. Davon seien noch gut 21% oder 94.000 qm verfügbar. Die Leerstandsquote könnte daher zum Jahresende leicht auf über 3% steigen.

Früher mieten oder ins Umland gehen

Unternehmen, die große Flächen suchen, müssen sich entweder im Umland umschauen oder sich frühzeitig Flächen in geplanten Projekten sichern. Im ersten Quartal fanden wieder 28% der Neuvermietungen in Projekten statt, beobachtet Hubert Keyl, Leiter der Bürovermietung von Cushman & Wakefield in München. CBRE geht davon aus, dass aktuell mehr als die Hälfte der Flächen in Neubauprojekten, die bis 2021 an den Markt gehen, bereits vermietet ist.

Die anhaltende Nachfrage schlägt sich in den Mieten nieder. Mieter müssen in der Stadt mittlerweile durchschnittlich 21,10 Euro/qm bezahlen. Im Umland sind die Mieten bereits auf 13,10 Euro/qm geklettert.

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