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Unternehmen | 08.04.2019

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Gerry Weber schließt 120 Geschäfte

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug
Räumungsverkäufe sind bei Gerry Weber an der Tagesordnung.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

Der insolvente Modehersteller Gerry Weber hat die Schließung von 120 Läden und Verkaufsflächen in Deutschland beschlossen. Bis Ende des Jahres sollen sämtliche Flächen geräumt sein.

Die Sanierung von Gerry Weber geht mit starken Einschnitten in den Einzelhandel einher. 120 Geschäfte und Verkaufsflächen (z.B. Shop-in-Shop) werden hierzulande geschlossen. Die Schließungen betreffen zu 90% eigene Läden und hier wiederum ganz überwiegend die Marke Gerry Weber. Vereinzelt machen aber auch Samoon- und Taifun-Läden dicht.

Vermieter erhalten nicht vor Mai die Kündigung

Die Vermieter erhalten die Kündigung, sobald das Gericht den Antrag der Gesellschaft Gerry Weber Retail auf eine vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung genehmigt hat. Das werde vermutlich im Mai sein, sagte ein Sprecher von Gerry Weber der Immobilien Zeitung (IZ). Die Kündigungsfrist betrage drei Monate. Es könne aber sein, dass Läden über diese Zeit hinaus geöffnet bleiben, um Ware abzuverkaufen. Dies muss Gerry Weber von Fall zu Fall mit dem jeweiligen Vermieter vereinbaren. Dem Sprecher zufolge will der Modekonzern aber bis Ende 2019 alle 120 Läden bzw. Verkaufsflächen geräumt haben. Gerry Weber ist eine Tochtergesellschaft der Gesellschaft Gerry Weber International, die sich bereits im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet.

Gerry Weber steigt aus dem Flächentarifvertrag aus

Die Schließungen sind Teil eines Sanierungsprogramms, das zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern verhandelt worden ist. Dazu zählen der Wegfall von 454 Arbeitsplätzen, davon 309 in den Filialen, oder der Verzicht auf Jahressonderzahlungen und Urlaubsgeld in diesem Geschäftsjahr. Außerdem verlässt Gerry Weber den Flächentarifvertrag und bekommt einen "Tarifvertrag zur Zukunftssicherung". Die Rückkehr in den Flächentarifvertrag ist für den 1. April 2022 vorgesehen.

Nach Auskunft des Gerry-Weber-Sprechers hat der Konzern derzeit weltweit noch 822 eigene Läden der Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon. "Der weit überwiegende Teil davon befindet sich in Deutschland."

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