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Märkte | 05.04.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Mangel an Logistikobjekten lässt Anlagevolumen schmelzen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Logistikimmobilien sind gefragt, aber knapp.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Der Start ins Jahr 2019 fiel auf dem Logistikimmobilienmarkt eher mau aus. Laut Colliers International wurden in den ersten drei Monaten rund 1,1 Mrd. Euro in deutsche Industrie- und Logistikimmobilien investiert. Das entspricht einem Rückgang von 38% im Vergleich zum Vorjahr.

Die hohe Nachfrage stehe einem sehr limitierten Angebot sowohl bei Bestands- als auch bei Neubauimmobilien gegenüber, was das Transaktionsvolumen ausbremse, erklärt Hubert Reck, Head of Industrial & Logistics Investment bei Colliers. Dennoch konnte sich die Assetklasse auf dem gesamtgewerblichen Immobilienmarkt in Deutschland erneut auf dem dritten Platz positionieren und einen Marktanteil von einem Zehntel verzeichnen. Insbesondere der Nachfragetrend hin zu Industrieimmobilien dauere an. Rund ein Drittel bzw. 357 Mio. Euro des Gesamtvolumens wurde bereits im ersten Quartal in Industrieimmobilien investiert.

Wie im vergangenen Jahr setzen sich bei Ankäufen nationale Investoren gegenüber Anlegern aus dem Ausland durch und generierten zusammen mehr als die Hälfte bzw. 603 Mio. Euro des Gesamtergebnisses. Ausländisches Kapital floss in den ersten beiden Monaten insbesondere aus den Ländern Großbritannien (ca. 203 Mio. Euro), USA (178 Mio. Euro) und Frankreich (112 Mio. Euro). Asiatische Investoren zeigten sich in den ersten Monaten dieses Jahres vergleichsweise zurückhaltend, was sich im Jahresverlauf allerdings noch ändern wird, da die Nachfrage nach deutschen Logistikimmobilien weiterhin ungebrochen ist.

Ausblick 2019: Hype um Logistikimmobilien setzt sich fort

„Ein Abklingen der Renditekompression ist auch 2019 nicht in Sicht“, sagt Reck. „Wir erwarten auf Basis von aktuellen Kaufpreisverhandlungen, dass die Spitzenbruttorendite für Logistikimmobilien der neuesten Generation mit einer üblichen Mietvertragslaufzeit von zehn Jahren und einem bonitätsstarken Mieter im Jahresverlauf weiter sinken könnte.“ Aktuell können an den Toplogistikstandorten Kaufpreisfaktoren bis zum 22,7fachen aufgerufen werden, was derzeit einer Rendite (Brutto) von 4,4% entspricht. Bedingt durch die stark zunehmende Nachfrage nach Light-Industrial-Objekten zeige sich, dass hier ebenfalls noch kein Stagnieren der Spitzenbruttorenditen in Aussicht sei, meint Reck: „Im Vergleich zu Ende 2018 ist diese nochmals um 50 Basispunkte auf aktuell 5,25% gesunken.“

Dem weiteren Jahresverlauf sieht der Colliers-Experte trotz weiter bestehendem Angebotsengpass positiv entgegen. Derzeitige Ankaufsprüfungen versprächen weiteren Umsatz für die kommenden Monate. „Außerdem lässt sich beobachten, dass mittlerweile auch deutlich mehr Eigennutzer die günstige Marktlage zum Exit und zur Erhöhung der eigenen Liquidität nutzen und ihren Bestand oftmals im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion zurückmieten“, betont Reck.

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