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Unternehmen | 04.04.2019

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Deutsche Hypo wird nicht verkauft

Quelle: Deutsche Hypo
Der Immobilienfinanzierer Deutsche Hypo ist und bleibt Teil des Nord/LB-Konzerns.

Quelle: Deutsche Hypo

Es ist zwar noch nicht offiziell, aber zumindest steht der Plan: Die Eigentümer der Nord/LB wollen die Deutsche Hypo nicht verkaufen, sondern im Konzern belassen.

"Die Deutsche Hypo wird nach heutigem Stand hundertprozentige Tochter der Nord/LB bleiben", heißt es in einer Mitteilung der Landesbank. In den vergangenen Monaten war mehrfach über einen Verkauf des Immobilienfinanzierers nachgedacht worden. Allerdings steht der nun erfolgte Beschluss unter Vorbehalt der Zustimmung der offiziellen Gremien und Träger der Bank sowie der Aufsicht und der EU-Kommission, mit denen die Bank nach eigenem Bekunden im engen Austausch steht.

Über 2.000 Arbeitsplätze sollen wegfallen

Nicht mehr zum Geschäft der Nord/LB wird dagegen die Schiffsfinanzierung gehören. Insgesamt soll die Nord/LB erheblich kleiner werden: Die Bilanzsumme soll sich "perspektivisch" um rund 60 Mrd. auf 95 Mrd. Euro verringern, die Anzahl der Mitarbeiter von 5.500 auf 3.250 schrumpfen. Bis Ende 2020 ist im Rahmen des bereits laufenden Restrukturierungsprogramms One Bank der Abbau von 1.250 Stellen vorgesehen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind bereits zwei Drittel der geplanten Stellenstreichungen durch freiwillige Maßnahmen erfolgt, teilt die Nord/LB mit.

Die Eigentümer der Bank - die Länder Niedersachen und Sachsen-Anhalt sowie die Sparkassen - sind bereit, der Nord/LB insgesamt rund 2,8 Mrd. Euro an frischem Kapital zur Verfügung zu stellen. Garantien sollen zusätzliches Kapital in Höhe von 0,8 Mrd. Euro freisetzen.

Deutsche Hypo bringt satte Erträge

Der zügige Abbau der faulen Schiffskredite hat das Ergebnis der Nord/LB 2018 belastet. Vor Steuern weist die Landesbank einen Verlust in Höhe von 2,06 Mrd. Euro aus (2017: 195 Mio. Euro). Bei allen anderen Geschäftsfeldern verdient die Bank hingegen Geld, vor allem mit Firmenkunden und Gewerbeimmobilien. Gegenüber 2017 schrumpfte allerdings das Segmentergebnis Gewerbeimmobilien, das wesentlich durch die Deutsche Hypo geprägt wird, infolge von geringeren Erträgen von 153 Mio. auf 142 Mio. Euro.

Für 2019 rechnet der Konzern mit einem operativen Gewinn. Aufgrund hoher Aufwendungen für die Restrukturierungsmaßnahmen geht der Vorstand jedoch von einem Jahresfehlbetrag aus. Ab 2020 will die Bank wieder in die Profitabilität zurückkehren.

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