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Projekte | 04.04.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Augsburg: Neustart des Schwabencenters verzögert sich weiter

 Quelle: LDAG Landholding Development AG
Zwei große Mieter des maroden Schwabencenters haben das Handtuch geworfen.

Quelle: LDAG Landholding Development AG

Zu teuer, zu wenige Mieter - die Revitalisierung des Augsburger Einkaufszentrums Schwabencenter verschiebt sich weiter. Der Eigentümer ändert nun das Konzept.

Die Revitalisierung des maroden Schwabencenters an der Friedberger Straße stockt schon seit einiger Zeit. Nun kommt die nächste Hiobsbotschaft für den Eigentümer SCA Objektgesellschaft Augsburg, hinter der die Stuttgarter Nanz-Stiftung steht: Wie Uwe Wegner, Vorstand des Berliner Projektentwicklers Landholding Development, der Immobilien Zeitung bestätigt, haben mit Edeka und Rossmann zwei große Mieter ihre Verträge gekündigt. Der Lebensmittelhändler belegte etwa 2.200 qm in dem fast 20.000 qm großen Einkaufszentrum. Landholding Development agiert im Auftrag des Eigentümers.

Damit fehlen weitere Einnahmen in dem ohnehin schwächelnden Center. Der Komplex wirkt in großen Teilen baufällig. Viele Ladenflächen stehen seit langem leer. Derzeit sei man in Gesprächen mit möglichen Nachmietern, so Wegner. Einfach wird das nicht. Das fast 50 Jahre alte Center soll seit einigen Jahren umgebaut und revitalisiert werden.

Gewerke sollen nun einzeln vergeben werden

An der Neugestaltung des Centers halte man fest, so Wegner. Allerdings wird das noch einige Zeit dauern. Eigentlich hätten die Arbeiten an dem 1971 eröffneten Einkaufszentrum schon vor einigen Jahren starten sollen. Geplant war, das Center als Forum Augsburg im Herbst 2018 wieder zu eröffnen.

Vor allem die "exorbitant gestiegenen" Baupreise hätten die Wirtschaftlichkeit der Revitalisierung infrage gestellt, berichtet Wegner. Als Konsequenz werde nun kein Generalübernehmer mehr mit den Arbeiten beauftragt, sondern die Gewerke in Einzelvergabe ausgeschrieben. Das werde Zeit in Anspruch nehmen, sagt Wegner. Mit ersten vorbereitenden Arbeiten sei aber schon begonnen worden.

Mehr Fachmarkt, weniger Shoppingcenter

Hinzu komme die veränderte Einzelhandelslandschaft. Insbesondere Textilhändler würden nicht oder deutlich weniger Flächen mieten als ursprünglich angenommen. Das habe Auswirkungen auf die Mieten. Darum werde das Konzept des Centers verändert, kündigt Wegner an. Geplant ist, den Schwerpunkt weiter in Richtung Fachhandelszentrum zu verlagern.

Unter dem Strich dürfte der Umbau deutlich kleiner ausfallen als geplant. Die Pläne, aus dem stark renovierungsbedürftigen Center eine Vorzeige-Mall zu machen, sind offenbar vom Tisch. Die gesamte Ladenstraße sollte erneuert und vergrößert, das Parkhaus abgerissen werden. Mit der geplanten Erweiterung des Centers sollte sich die Verkaufsfläche von 19.000 qm auf 22.000 qm vergrößern. Nun harren die Anwohner und die Stadt der neuen Pläne des Eigentümers.

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