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Märkte | 03.04.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

In Berlin explodieren die Wohnungspreise

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Die Kaufpreise für Neubauten haben die 5.000-Euro-Marke geknackt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

Die Angebotspreise für Berliner Eigentumswohnungen sind in den vergangenen elf Jahren um 162% gestiegen. Die Mieten kletterten im gleichen Zeitraum um 83%.

Wurde eine neue Eigentumswohnung im dritten Quartal 2007 für im Schnitt 1.812 Euro/qm angeboten, riefen Verkäufer im gleichen Zeitraum 2018 im Mittel 4.744 Euro/qm auf. Bestandswohnungen stiegen von 1.300 Euro/qm auf 3.402 Euro/qm. Den Vogel schossen Altbauten im gutbürgerlichen Stadtteil Wilmersdorf ab. Hier kletterten die Werte im Betrachtungszeitraum von 1.014 auf 4.091 Euro/qm, verriet Jost Paffrath vom Onlineportal ImmobilienScout24 auf dem 4. Berliner Immobilien-Kongress vergangene Woche in Berlin.

"Auch der Berliner Mietwohnungsmarkt hat sich in den elf Jahren massiv verändert und einen satten Anstieg der Mieten erlebt", berichtete der Zahlenfuchs den knapp 400 Gästen. Die Angebotsmieten stiegen vom dritten Quartal 2007 bis zum gleichen Zeitraum 2018 um 83%. Verlangten Vermieter für frischen Beton Ende 2007 noch 7,22 Euro/qm, wurden im dritten Quartal des abgelaufenen Jahres 13,24 Euro/qm aufgerufen. Der derzeit teuerste Stadtteil ist das grüne Villenviertel im Grunewald, wo Wohnungen für im Schnitt 16,67 Euro/qm angeboten werden. Mit 9,40 Euro/qm vergleichsweise günstig werden neue Zuhause im Stadtteil Marzahn offeriert. Den rasantesten Spurt legte in den vergangenen elf Jahren der Stadtteil Neukölln hin. Hier kletterten die Angebotspreise um 147% von 6,31 Euro/qm auf 15,56 Euro/qm.

Bestandsmieten haben sich fast verdoppelt

Die Bestandsmieten stiegen seit 2007 von 5,47 auf 10,04 Euro/qm. Teuerster Stadtteil auch hier ist der Grunewald mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 12,73 Euro/qm im letzten Quartal des vergangenen Jahres. Im Stadtteil Wartenberg in östlicher Randlage sind Altbauten noch für im Schnitt 7,65 Euro/qm auf dem Markt. Auch die Bestandsmieten machten in den vergangenen elf Jahren den größten Sprung in Neukölln. Die Mieten stiegen um 146% von 4,82 Euro/qm auf 11,88 Euro/qm.

Auch zwischen 2017 und 2018 sind die Mieten und Kaufpreise in der Stadt kräftig nach oben geklettert, auch wenn sich der Anstieg der Mieten im Vergleich zu 2017 etwas verlangsamt hat. Die mittlere Angebotsmiete erhöhte sich um rund 5,5%. Im Jahr zuvor betrug die Preissteigerung noch 8,8%, heißt es im jüngsten Bericht der Investitionsbank Berlin IBB. Die Angebotskaufpreise für Eigentumswohnungen sind in den vergangenen zwei Jahren laut Angaben der Förderbank um je 12% geklettert.

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