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Projekte | 02.04.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hannover: 1,5 Mrd. Euro für den Neubau der MHH

Quelle: MHH, Urheber: HDR GmbH
Die Entscheidung fiel für den Standort Stadtfelddamm westlich des jetzigen MHH-Standorts (Norden ist rechts), da hier gebaut werden kann, ohne den Klinikbetrieb zu stören.

Quelle: MHH, Urheber: HDR GmbH

Die Medizinische Hochschule Hannover soll auf einem Kleingartengelände in Nachbarschaft zum aktuellen Standort neu errichtet werden. Für den ersten Bauabschnitt wird mit Investitionen von 1 Mrd. Euro kalkuliert.

2021 sollen die Bauarbeiten für den Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) starten. Gestern fiel die Entscheidung für den Standort Stadtfelddamm, überwiegend ein Kleingartenareal in westlicher Nachbarschaft zum aktuellen Standort. Auf 16 ha sollen dort die zentralen Gebäude der Krankenversorgung errichtet werden.

10 ha Kleingarten müssen dem Neubau weichen

Grund für die Neubaupläne sind der Sanierungsstau der teils 50 Jahre alten Gebäude sowie die veränderten baulichen Anforderungen an eine mmoderne Krankenversorgung. Trotz der Proteste von Naturschützern, die auf das ökologische Potenzial der zu überbauenden 10 ha Kleingartengelände verweisen, entschieden sich Land Niedersachsen, Stadt Hannover und MHH für diesen Standort.

Quelle: MHH, Urheber: HDR GmbH
Der Lageplan für die Neubauplanungen der MHH am Stadtfelddamm. Rechts der erste Bauabschnitt (blau) mit über 78.000 qm.

Quelle: MHH, Urheber: HDR GmbH

Die Alternative war ein Neubau an der Karl-Wiechert-Allee mit räumlichen Schnittmengen zur Bestandsbebauung. Ausschlaggebend für das Kleingartengelände war die deutlich kürzere Bauzeit sowie weniger Kosten für Ersatz- oder Interimsbauten. Zudem wird mit diesem Standort der laufende Betrieb im MHH-Bestand nicht tangiert.

Mehr als 50% der Neubaufläche im ersten Bauabschnitt

Die MHH kalkuliert für die erste Bauetappe mit Kosten von einer Milliarde Euro. Im ersten Bauabschnitt sollen auf 78.055 qm 928 Betten entstehen, davon 229 Intensivbetten sowie 32 OP-Räume. So wird etwas mehr als die Hälfte der Neubaufläche bereits in der ersten Etappe realisiert sowie fast 60% aller Betten - darunter 75% der Intensivbetten - und zwei Drittel der OP-Räume.

Die kalkulierten Kosten für den MHH-Neubau entsprechen etwa den Kosten für den ebenfalls beschlossenen Neubau des Universitätsklinikums Göttingen. Das Land Niedersachsen hat für diese Investitionen ein Sondervermögen gebildet. Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung wird mit einer Gesamtbauzeit von zehn Jahren gerechnet und Gesamtkosten von 1,5 Mrd. Euro.

200 Mio. Euro fließen noch in den Bestand

"Mit dem Klinikbetrieb am Stadtfelddamm bekommen wir die Möglichkeit einer Neuorientierung unserer Universitätsmedizin hin zu einem Wissenscampus - die Chance, baulich, aber auch inhaltlich eine der modernsten Universitätskliniken Europas zu entwickeln", erklärte Michael P. Manns, Präsident der MHH.

Auf dem 40 ha großen MHH-Gelände arbeiten etwa 10.000 Beschäftigte, die in 90 Stationen jährlich 90.000 Patienten stationär versorgen. Hinzu kommen 470.000 ambulante Behandlungen. Um die teilweise maroden Gebäude bis zur Fertigstellung der Neubauten nutzen zu können, plant das Land von 2019 bis 2022 mit Aufwendungen von knapp 200 Mio. Euro. Nach einem 2017 vorgelegten Gutachten sind 80% der MHH-Immobilien sanierungsbedürftig.

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