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Transaktionen | 01.04.2019

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

Pressehaus am Alex wechselt für 365 Mio. Euro den Besitzer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Im Häuser- und Straßengewirr rund um den Alexanderplatz hat das ehemalige Haus des Berliner Verlags seinen Platz.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Nicht einmal zweieinhalb Jahre nach dem Ankauf hat das US-amerikanische Immobilienunternehmen Tishman Speyer das Pressehaus am Alexanderplatz in der Karl-Liebknecht-Straße 27-29 weiterverkauft. Neuer Eigentümer ist die GEG German Estate Group, Frankfurt, die 365 Mio. Euro dafür hinblätterte, um das denkmalgeschützte Scheibenhochhaus aus den 1970er Jahren zusammen mit einem Flachbau und einem projektierten Büroneubau im rückwärtigen Grundstücksteil zu erwerben.

Tishman Speyer hatte das Hochhaus im Herbst 2016 vom Medienriesen Bertelsmann erworben. Zu dieser Zeit war der ursprünglich Haus des Berliner Verlags genannte 17-Geschosser auf der Nordwestseite vom Alexanderplatz noch Sitz des namensgebenden Verlags, zu dem unter anderem die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gehörten.

Der Auszug der Redaktionen war beim damaligen Verkauf bereits beschlossene Sache. 2017 wechselten die Blätter ihren Standort und Tishman Speyer begann mit der denkmalgerechten Sanierung des einstigen sozialistischen Prestigeobjekts. Außerdem entwickelte das Unternehmen Pläne für einen Büroneubau im rückwärtigen Teil des Grundstücks an der Kleinen Alexanderstraße, wo sich ein Flachbau befand. An dessen Stelle soll bis voraussichtlich 2021 ein siebengeschossiges Gebäude mit 10.300 qm Mietfläche entstehen.

Ein 10.300 qm großer Büroneubau soll das Pressehaus-Ensemble ergänzen

Den Bau des Bürohauses wird Tishman Speyer bis zu dessen Fertigstellung auch nach dem Eigentümerwechsel weiter begleiten. Ebenfalls haben sich die Amerikaner in ihrer Zeit als Eigentümer um die Neuvermietung des Ensembles mit insgesamt 35.700 qm Mietfläche gekümmert. Bisher sind demnach knapp 90% der Flächen vermietet. Im 24.200 qm Mietfläche bietenden Scheibenhochhaus will beispielsweise der südafrikanische Medienkonzern Naspers nach der Sanierung, die in diesem Jahr abgeschlossen sein soll, einziehen. Auch für den geplanten Büroneubau, der den Namen New Podium tragen wird, steht der künftige Nutzer bereits fest: The Office Group, ein weiterer Anbieter auf dem Markt für flexible Bürolösungen, hat sich dort 10.000 qm gesichert.

Für den neuen Eigentümer GEG ist die Liegenschaft am Alexanderplatz das erste Objekt in Berlin: „Mit diesem ersten Investment in Berlin sind wir am Alexanderplatz in einer der besten Zukunftslagen der Hauptstadt präsent und beabsichtigen, darauf weiter aufzubauen“, sagt Ulrich Höller, Vorsitzender des Vorstands der GEG. Bei der Off-market-Transaktion ließ sich GEG von Hengeler Mueller sowie Drees & Sommer beraten. Für Tishman Speyer war Freshfields tätig.

Nachtrag: Nach Informationen der Immobilien Zeitung hat P+P Pöllath + Partners die GEG beraten.

Transaktion: Berlin, Karl-Liebknecht-Straße 29
Transaktion: Berlin, Karl-Liebknecht-Straße 29

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