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Unternehmen | 28.03.2019

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

HCOB berichtigt vorsorglich Immobilienkredite

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung
Unter neuem Namen und Logo empfängt die frühere HSH Nordbank ihre Kunden wie bisher am Gerhart-Hauptmann-Platz in Hamburg.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung

Bei der früheren HSH Nordbank schrumpft das Immobilienergebnis deutlich, weil sich die Bank Sorgen um den Immobilienmarkt in Deutschland macht. Unter der Regie der neuen Eigentümer soll das Immobilienkreditgeschäft dennoch kräftig ausgebaut und zum bedeutendsten Segment erhoben werden.

Die Hamburg Commercial Bank (HCOB), die frühere HSH Nordbank, weist für 2018 ein gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeres Immobilienergebnis aus. Vor Steuern verdiente die Bank in diesem Segment 67 Mio. Euro und damit 90 Mio. Euro weniger als 2017. Maßgeblichen Anteil an diesem erheblichen Rückgang hatten Zuführungen zur Risikovorsorge: Aufgrund von Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 60 Mio. Euro belastete die Risikovorsorge das Segmentergebnis mit 55 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor verbuchte die Bank hier im Saldo aus Zuführungen und Auflösungen noch einen Ertrag in Höhe von 2 Mio. Euro. "Die Bank trifft Vorsorge, weil sich der deutsche Immobilienmarkt nach dem langjährigen Aufschwung dem Zenit annähert und die konjunkturellen Unsicherheiten grundsätzlich zunehmen", heißt es im Geschäftsbericht.

Außerdem verringerten sich 2018 die Erträge von 215 Mio. auf 189 Mio. Euro. Die HCOB erklärt dies mit positiven Bewertungseffekten von Kundenderivaten im Vorjahr, die 2018 nicht angefallen sind, sowie mit Ablösungen von hochmargigen Bestandskrediten, die den Zinsüberschuss belasteten. Das Neugeschäft blieb mit 4,6 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (4,7 Mrd. Euro).

Konzernweit erwirtschaftete die Bank nach einem Verlust von 453 Mio. Euro im Jahr 2017 wieder ein positives Ergebnis in Höhe von 97 Mio. Euro. Im Vorjahr hatten hohe Wertberichtigungen von Altkrediten die Risikovorsorge belastet.

Immobiliengeschäft soll bis 2022 stark wachsen

Der Dämpfer für das Immobiliengeschäft 2018 wird nach Vorstellung der Hamburger ein einmaliger Ausrutscher bleiben. Bis zum Jahr 2022 sehen die Planungen eine deutliche Steigerung der Erträge und des Ergebnisses vor. Laut einer Investorenpräsentation will die Bank dann Erträge von ca. 280 Mio. Euro erwirtschaften und ein Vorsteuerergebnis von etwa 150 Mio. Euro erzielen. Die Grundlage für die Zuwächse soll ein von 13,8 Mrd. auf ca. 17,6 Mrd. Euro ausgebauter Kreditbestand bilden. Das Wachstum wird nach den Worten von Bereichsleiter Peter Axmann sowohl aus dem Inlandsgeschäft als auch aus Auslandsmärkten kommen, in denen die HCOB nach mehrjähriger Abstinenz seit diesem Jahr wieder aktiv ist.

Offenkundig halten die neuen Eigentümer der Bank, darunter die Mehrheitsgesellschafter Cerberus und J.C. Flowers, große Stücke auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung. Während für dieses Konzernsegment die Vorzeichen auf Wachstum stehen, soll der Geschäftsumfang der übrigen Einheiten verkleinert werden, insbesondere das Kapitalmarktgeschäft (Treasury & Markets). Die Anzahl der Vollzeitkräfte soll konzernweit von 1.716 Ende 2018 auf 955 sinken.

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