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Transaktionen | 28.03.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Wealthcap-Fonds kauft nur im bayerischen Umland

Der Münchner Asset-Manager Wealthcap legt für institutionelle Anleger einen Fonds auf, der ausschließlich im Umland der bayerischen Städte München und Nürnberg investiert.

Der Wealthcap Büro Spezial-AIF 6 plant, vier bis sechs Immobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 420 Mio. Euro zu erwerben. Der auf eine Core/Core-plus-Strategie angelegte Fonds soll so eine Rendite (IRR) von 4,5% bis 5% erzielen.

Drei Objekte im Raum München

Die ersten Objekte hat das Fondsmanagement bereits gesichert. Darunter befindet sich der Sitz von Bosch Building Technologies im Robert-Bosch-Ring 5-7 in Grassbrunn bei München. Der zweiteilige Bürokomplex mit mehr als 34.000 qm Mietfläche gehörte einst zum IVG-Portfolio und wurde als Irene Propco 4 von der Officefirst verwaltet. Nach Informationen der Immobilien Zeitung hat Wealthcap das Gebäude schon vor einigen Monaten erworben.

In Fürstenfeldbruck wird der 20.000 qm große Bürokomplex zwischen der Livry-Gargan-Straße und der Bundesstraße 471 Bestandteil des Fonds. Die Immobilie aus dem Jahr 2007 wird derzeit um einen Anbau und durch Aufstockung um knapp 6.200 qm Mietfläche erweitert. Alleiniger Mieter ist das Softwarehaus ESG Elektroniksystem- und Logistik, der das Gebäude auch gehörte.

Das dritte Objekt ist ein Multi-Tenant-Gebäude in Ismaning. Das dreigeschossige Büroensemble in der Reichenbachstraße 1 und 3 wurde 2000 gebaut und hat gut 9.300 qm Mietfläche. Wealthcap hatte die beiden Bürogebäude Ende 2018 von LBBW Immobilien Management als Teil des MUC-10-Portfolios erworben. Insgesamt sind sieben Mieter in den Gebäuden. Hauptmieter sind HxGN Safety & Infrastructure sowie Mainstream Media.

Mieter suchen im Speckgürtel

Der Fonds will davon profitierten, dass immer mehr Unternehmen in den Metropolen keine Immobilien mehr finden. "Bonitätsstarke Mieter suchen in den Speckgürteln der Großstädte, sofern die Verkehrsanbindung gegeben ist", sagt Wealthcap-Geschäftsführerin Gabriele Volz. "Die Flächenverknappung im Stadtgebiet führt dazu, dass Unternehmen zunehmend gut angebundene und etablierte Standorte nahe der Stadt München in ihre Standortüberlegungen einbeziehen", bestätigt Peter Bigelmaier von Colliers München.

Nach Berechnungen der Makler befindet sich rund ein Viertel des Münchner Büroflächenbestands im Umland der Landeshauptstadt. Mit insgesamt 6 Mio. qm Bürofläche sei dieser Markt größer als etwa der gesamte Nürnberger Büromarkt. Gemessen am Flächenbestand gehören Unterföhring, Ismaning und Garching zu den größten Standorten des Umlands.

"In kaum einer deutschen Metropole sind die Verflechtungen auf dem Büromarkt zwischen der Stadt und der Region so groß und eng wie in München", teilt Colliers mit. Mit 200.000 qm entfiel 2018 mehr als ein Fünftel des Vermietungsumsatzes auf das Umland. Doch auch dort wird der Büroraum knapp. Der Leerstand ist im Umland von über 7% auf momentan nur noch 3,3% gefallen.

Transaktion: Grasbrunn, Robert-Bosch-Ring 5
Transaktion: Fürstenfeldbruck, Livry-Gargan-Straße 6

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