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Unternehmen | 28.03.2019

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Berlin Hyp erzielt Rekord beim Betriebsergebnis

Quelle: Berlin Hyp, Urheber: Leo Seidel
Die Zentrale der Berlin Hyp.

Quelle: Berlin Hyp, Urheber: Leo Seidel

Der Immobilienfinanzierer Berlin Hyp hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Rekordbetriebsergebnis abgeschlossen. Beim Kreditgeschäft blieb die Pfandbriefbank dagegen deutlich unter dem Vorjahreswert. Vorstandschef Sascha Klaus setzt bei der strategischen Ausrichtung der Bank voll auf Digitalisierung.

Die zur Sparkassengruppe gehörende Berlin Hyp weist für 2018 ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge in Höhe von 221 Mio. Euro aus. Das sind 36 Mio. Euro bzw. 19,5% mehr als im Vorjahr und zugleich eine neue Bestmarke. Die Grundlage dafür war ein auf 338,6 Mio. Euro (Vorjahr: 310 Mio. Euro) deutlich gestiegener Zins- und Provisionsüberschuss, der die erhöhten Verwaltungsaufwendungen (von 134,8 Mio. auf 151,2 Mio. Euro) mehr als wettmachte. Profitiert hat die Berlin Hyp ebenso von teilweisen Auflösungen der Rückstellungen für Rechtsrisiken infolge eines BGH-Urteils aus dem Jahr 2017 zu Kreditbearbeitungsgebühren.

Die guten operativen Zahlen nutzte die Berlin Hyp erneut zur Eigenkapitalstärkung. In den Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) wurden 105 Mio. Euro eingestellt, deutlich mehr als in den Vorjahren (2017: 70 Mio. Euro, 2016: 50 Mio. Euro). Unterm Strich blieb das Vorsteuerergebnis daher mit 116,4 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (117,4 Mio. Euro).

Gemeinschaftsgeschäft mit Sparkassen zieht an

Auf einem niedrigeren Level als im Vorjahr bewegte sich das Kreditneugeschäft. Die Abschlüsse summierten sich auf 4,9 Mrd. Euro zuzüglich Prolongationen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem nach den Worten von Klaus „außerordentlich starkem Jahr“ 2017 mit einem Volumen von 6,7 Mrd. Euro (zzgl. 1,4 Mrd. Euro Prolongationen) ist der Rückgang zwar deutlich, jedoch eingeplant gewesen. „Angesichts der Reife des Immobilienzyklus wollen wir uns nicht durch hohe Volumenvorgaben risikomäßig unter Druck setzen – Qualität geht vor Quantität“, erklärt Klaus. Drei Viertel der finanzierten Objekte liegen im Inland. Gemeinsam mit Sparkassen wurden Geschäfte über 2,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro) abgeschlossen.

Für 2019 visiert Klaus ein Neugeschäftsvolumen in der Größenordnung von 2018 an. Beim Vorsteuerergebnis werde die Bank dagegen wahrscheinlich deutlich schwächer abschneiden, weil erneut eine „nennenswerte Dotierung“ zum Sonderposten nach § 340g HBG sowie Investitionen in die Prozessoptimierung vorgesehen seien, Stichwort: Digitalisierung. „Ende 2020“, prognostiziert Bankchef Klaus, „werden wir die modernste Produktionsstraße aller deutschen Immobilienfinanzierer haben.“

Digitalisierungsprojekte mit BrickVest und 21st Real Estate

Der Einkaufsprozess sei bereits vollständig digitalisiert und der Kreditbeschluss per App optimiert worden. Die Projekte der Zukunft sollen mit strategischen Partnern verwirklicht werden. So will die Berlin Hyp mit BrickVest eine digitale Plattform bauen, über die ein Teil des Gemeinschaftsgeschäfts mit den Sparkassen künftig abgewickelt werden soll, und mit dem Proptech 21st Real Estate werde die Bank ein digitales Wertermittlungstool entwickeln, das auch Sparkassen zur Verfügung gestellt werden soll, skizziert Klaus die Pläne.

Läuft alles nach seinen Vorstellungen, werden sich die Investitionen in die Modernisierung und Verschlankung der Arbeitsprozesse mittelfristig auch in der Bilanz positiv bemerkbar machen. Die Relation zwischen Verwaltungsaufwendungen und Erträgen (Cost-Income-Ratio) sieht Klaus in drei Jahren bei unter 40%; im Jahr 2018 lag sie bei 45,2%, 2017 bei 51,2%.

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