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Unternehmen | 27.03.2019

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Köln: Rewe verlegt Zentrale doch nicht nach Deutz

Quelle: Rewe
Der Deutzer Hafen bietet nicht genug Platz für eine künftige Rewe-Unternehmenszentrale.

Quelle: Rewe

Seit Jahren sucht der Lebensmittelhändler in Köln nach einem Standort für eine neue Zentrale. Vor zwei Jahren schien eine Entscheidung gefallen: Das Unternehmen wollte seine dezentralen Standorte in einem Neubau im Deutzer Hafen zusammenlegen. Nun folgte die Kehrtwende.

Aktuell ist Rewe mit seiner Verwaltung in Köln auf vier Standorte in der Stadtmitte, Mülheim, Braunsfeld und Porz verteilt. Ab 2024 sollte das Unternehmen unter einem Dach am Deutzer Hafen residieren. Im April 2017 unterzeichnete die Rewe Group mit der Stadtverwaltung Köln und der Stadtwerke-Tochter moderne stadt einen Letter of Intent. Bis zum März 2019, so hieß es darin, werde das Unternehmen prüfen, "ob unsere Vorstellungen für ein großes Verwaltungsgebäude an diesem Standort realisierbar sind", erklärte der zuständige Vorstand Frank Wiemer damals.

Keine sinnvolle Realisierung möglich

Nun heißt es bei Rewe, dass die damals in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergeben hat, dass die Flächenkapazität im Deutzer Hafen für eine neue Zentrale nicht ausreiche. Telerik Schischmanow, Bereichsvorstand Handel Deutschland der Rewe Group, sagt: "Der Standort ist hochwertig, aber er passt für uns leider nicht. Und deshalb ist es richtig und fair, heute klar zu sagen, dass wir unseren Bedarf für eine große neue Unternehmenszentrale an diesem Standort nicht realisieren können."

Das sieht auch Andreas Röhrig, Geschäftsführer moderne stadt, zähneknirschend so: "Wir haben das Anforderungskonzept von Rewe auf Herz und Nieren geprüft und gemeinsam überlegt, ob und wie wir eine neue Unternehmenszentrale im Deutzer Hafen möglich machen können. Am Ende haben alle Beteiligten erkannt, dass sich die Idee nicht sinnvoll realisieren lässt."

Der Deutzer Hafen soll zu einem gemischt genutzten Gebiet werden - unter anderem mit Wohnungen für 7.000 Menschen. Eine riesige Konzernzentrale wäre offenbar kaum mit den Plänen für die Umgestaltung des Areals aus der schäl Sick vereinbar gewesen. Rewe wird aber, das betonten alle Vorstände, weiterhin ein Kölner Unternehmen bleiben - wenn auch vorerst weiterhin an vier Verwaltungsstandorten.

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