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Projekte | 28.03.2019

Von Katja Bühren

In diesem Artikel:

Artisa steigt groß ins Geschäft mit Mikrowohnen ein

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes
In Frankfurt-Niederrad sind bereits zahlreiche Büros zu Miniwohnungen umgebaut worden. Artisa will dort unter der Marke City Pop ebenfalls Apartments vermieten.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes

Die Schweizer Artisa-Gruppe steigt mit der Marke City Pop in das Geschäft mit Mikrowohnen ein. Knapp 3,2 Mrd. Euro will das Immobilienunternehmen in den kommenden fünf Jahren in den Markt pumpen und europaweit 15.000 Wohneinheiten entwickeln und betreiben, 7.000 davon in Deutschland.

Die wachsende Zahl an Singlehaushalten, steigende Mieten bei großer Nachfrage nach Wohnraum in den beliebten Großstädten und auch mehr (temporärer) Zuzug von Arbeitskräften oder Sprachreisenden aus dem Ausland sind derzeit für zahlreiche Immobilienunternehmen Gründe, auf Mikrowohnen zu setzen. Und deshalb will auch Artisa in den Markt einsteigen. Erste Apartmenthäuser eröffnet das Unternehmen in diesem Jahr in der Schweiz, spätestens 2020 erfolgt die Expansion nach Deutschland. Weitere künftige Zielländer sind Italien, Frankreich und Spanien sowie die Städte Dublin, London, Brüssel, Amsterdam und Wien.

Der aktuelle Wohnraummangel besonders in den Ballungsräumen ist für die Schweizer ein entscheidender Standortfaktor. "Je höher die Knappheit an Wohnraum, desto interessanter ist für uns ein Markt", sagt Alexander Penner, Geschäftsführer Artisa Deutschland. 1,5 Jahre dauere zum Beispiel die Wohnungssuche in Hamburg durchschnittlich. Das heize auch die Nachfrage nach Mikrowohnen an. "Die Leute müssen ja irgendwo bleiben."

City Pop soll günstiger als die Konkurrenz sein

In Deutschland will Artisa besonders in den sieben Topstädten und einigen Universitätsstädten wie Aachen oder Nürnberg City-Pop-Standorte eröffnen. In der Hamburger Altstadt könne eines der ersten Apartmenthäuser der Marke in Deutschland auf den Markt kommen. Auch am Berliner Alexanderplatz werde ein Objekt derzeit geprüft, zwei weitere in Frankfurt am Main und eins in Nürnberg, so Penner.

Die Gruppe will sowohl eigene Immobilien im Portfolio haben und betreiben als auch für andere Eigentümer den Betrieb übernehmen. Um auf lokale Expertise zu setzen, schließt Penner auch die Übernahme von Betreibern vor Ort nicht aus. Penner will eine Auslastung der Apartmenthäuser von mindestens 90% erreichen. Wird ein Gebäude gemietet und betrieben, müsse Artisa auf seine Miete 50% aufschlagen, "um in die schwarzen Zahlen zu kommen", kalkuliert er. Wer in ein solches Gebäude investiert, rechne mit einer Rendite von zunächst etwa 4% bis 5%.

"Jede Art von Individualisierung hat einen höheren Preis zur Folge"

Gegenüber der Konkurrenz will sich das Unternehmen behaupten, indem es die Apartments mit einer durchschnittlichen Größe von 25 qm bis 35 qm günstiger anbietet. Bei Mitanbietern müssten die Mieter z.B. in Hamburg etwa 1.400 Euro den Monat für ein hochwertiges Apartment zahlen, sagt Penner. Das Angebot von City Pop soll mit etwa 1.100 bis 1.200 Euro darunter liegen. Allerdings sind diese Preise zunächst nur die Basis. Wer zusätzliche Serviceleistungen in Anspruch nehmen will, muss tiefer in die Tasche greifen. "Jede Art von Individualisierung hat einen höheren Preis zur Folge", berichtet Penner.

Der niedrige Grundpreis sei möglich, indem City Pop auf die Digitalisierung setzt. Von der Anmietung des Apartments über das Einchecken und Nutzen von Services bis zum Buchen eines Mietwagens sollen alle Angebote via App genutzt werden können, so Penner. Aufgrund der geringen Kosten sei die Marge hier hoch und die günstige Basismiete könne so subventioniert werden.

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