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Unternehmen | 22.03.2019

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:

Knotel steigt in Deutschland ein und plant Expansion

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes
Knotel-Gründer Edward Shenderovich plant ein rasantes Wachstum in Deutschland.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes

Knotel, weltweit einer der größten Konkurrenten von WeWork wenn es um die Entwicklung flexibler Büroflächen geht, steigt mit zwei Standorten in Berlin in den deutschen Markt ein. Für den Rest des Jahres hat das Unternehmen noch große Pläne.

Ein Anfang ist gemacht, wenn auch in Sachen Fläche ein eher kleiner. Zwei Knotel-Büros am Mehringdamm 32-34 in Kreuzberg sowie in der Scheringstraße 1 in Mitte sind so gut wie fertig gestellt und sollen noch im Sommer 2019 eröffnen. Beide Büros bieten zusammen knapp 1.500 qm Fläche. Knotel übernehme das Design und die komplette Verwaltung der Flächen, sodass Mieter sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, erklärt das Unternehmen."Bitte nennen Sie uns nicht Coworker", sagt deshalb Edward Shenderovich, einer der Gründer von Knotel. Sein Unternehmen richte sich beim Wachstum am Bedarf der Kunden aus. "Wenn einer unserer Kunden sagt, er muss jetzt unbedingt nach Kuala Lumpur, dann gehen wir nach Kuala Lumpur", erklärt Shenderovich.

Wachstum in Deutschland geplant

Viel konkreter sind allerdings die Pläne für Deutschland. Zusammen mit einer Fläche des 2018 übernommenen Berliner Coworkinganbieters Ahoy! und den beiden neuen Knotelstandorten in Berlin verfügt das Unternehmen derzeit über rund 6.000 qm Fläche in Deutschland. Amol Sarva, wie Shenderovich Mitgründer von Knotel und zudem CEO, kündigt an, dass "die beiden Objekte erst der Anfang" der weiteren Expansion seien. Deutschland spiele als Drehscheibe der europäischen Digitalwirtschaft eine zentrale Rolle. "In Berlin wollen wir unsere Fläche bis Ende 2019 auf mehr als 20.000 qm ausweiten. Darüber hinaus planen wir, auch in weiteren wirtschaftsstarken Städten Deutschlands flexible Büroräume anzubieten. München und Frankfurt sind für uns sehr vielversprechend", sagt Sarva.

Deutsche denken eher konservativ

Dass flexible Bürolösungen auf dem deutschen Markt noch keine so große Rolle einnehmen wie etwa in London oder anderen Großstädten, wundert Shenderovich nicht. "Der Markt ist hier nicht so zentriert, wie es in anderen Ländern der Fall ist. Aber ich glaube, dass viele Deutsche im internationalen Vergleich eher konservativ denken. Deshalb brauchte es etwas länger, bis die Entwicklung in Gang gekommen ist", erklärt er. Flexibilität erschöpfe sich für ihn nicht in der Vertragsgestaltung, sondern umfasse etwa auch, "wie sich Räume verändern können, wie sie organisiert sind."

160 Mio. USD eingesammelt

Knotel wurde 2016 gegründet und ist nach eigenen Angaben der am schnellsten wachsende Anbieter flexibler Büroflächen in den USA. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York hat bisher 160 Mio. USD eingesammelt, darunter auch Mittel von Norwest Ventures. Mit dem Geld der jüngsten Finanzierungsrunde wird die internationale Expansion forciert. Anfang des Jahres übernahm das Unternehmen Deskeo, einen französischen Anbieter flexibler Büroflächen. Derzeit bietet Knotel weltweit mehr als 250.000 qm an mehr als 125 Standorten an.

Transaktion: Berlin, Mehringdamm 32
Transaktion: Berlin, Scheringstraße 1

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