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Unternehmen | 20.03.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

VNW: Schleswig-Holstein soll Einfamilienhäuser nicht fördern

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Die staatliche Förderung in Schleswig-Holstein soll sich auf den Geschosswohnungsbau fokussieren, fordert VNW-Direktor Andreas Breitner. Hier das Schlossquartier in Kiel.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hat 2015 bis 2018 gut 500 Mio. Euro an Förderdarlehen für den Bau von Sozialwohnungen ausgereicht sowie gut 2,5 Mrd. Euro an Förderdarlehen und Kredite für Wohneigentum mit Schwerpunkt bei Ein- und Zweifamilienhäusern. VNW-Direktor Andreas Breitner fordert, die Förderung von Einfamilienhäusern zugunsten des Geschosswohnungsbaus aufzugeben.

In Schleswig-Holstein wird die Schaffung von Wohneigentum deutlich stärker gefördert als der Bau von Sozialwohnungen. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) trug in ihrer gestrigen Bilanzpressekonferenz vor, dass in der Förderperiode 2015 bis 2018 insgesamt 506 Mio. Euro an Förderdarlehen für den Bau von 4.500 Sozialwohnungen bereitgestellt wurden. Zudem zahlte die IB.SH in den Jahren 2017 und 2018 in Summe 54 Mio. Euro an Investitionszuschüssen aus. Mit dieser Förderung seien Gesamtinvestitionen von über 1 Mrd. Euro ausgelöst worden.

Für die Förderung von Wohneigentum mit Schwerpunkt Ein- und Zweifamilienhäuser zahlte die IB.SH zwischen 2015 und 2018 über 1,5 Mrd. Euro aus, wovon etwa 19.000 Käufer profitierten. Zudem stellte die IB.SH in ihrer Förderfunktion als Refinanzierungsbank den Banken und Sparkassen in Schleswig-Holstein in diesem Zeitraum knapp 1 Mrd. Euro für Immobilienkredite zur Verfügung - primär für Privatpersonen.

Breitner: Fokus auf Geschosswohnungsbau

"Schleswig-Holstein garantiert eine schnelle, flexible und wohnungswirtschaftlich akzeptierte Förderung", lobt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) - will aber eine partielle Neuorientierung: "Die Höhe der Förderung des Mietwohnungsbaus ist beachtlich, aber es geht noch mehr. Um die anspruchsvollen Wohnungsbauziele in den kommenden Jahren zu erreichen, muss die Wohnraumförderung auf die Errichtung von mehrgeschossigen Wohnhäusern fokussiert werden."

Geschosswohnungsbau sei nachhaltig, flächensparend und könne bei Nachverdichtung vorhandene Infrastruktur nutzen. "Das Einfamilienhaus ist auch ökologisch wegen des hohen Flächenverbrauchs bei geringem Nutzwert ein Auslaufmodell und gehört staatlich nicht gefördert."

Ein Sprecher der IB.SH machte darauf aufmerksam, "dass die Eigentumsmaßnahmen den Mietwohnungsmarkt entlasten, denn wer in ein eigenes Haus zieht, macht ja meist eine Mietwohnung frei."

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