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Märkte | 12.03.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

"Alle wollen das gleiche Geschäft machen"

Die Zinsen bleiben niedrig und der Druck auf die Renditen hoch. Beim Rücker-Mipim-Vorabendempfang zeigten sich Investoren und Finanzierer optimistisch. Einige bremsen allerdings bei Investitionen, andere geben Gas. Und die Politik nervt - äh, braucht Beratung.

"Ich bin 54 Jahre alt und glaube nicht, dass ich in meiner beruflichen Laufbahn noch einmal Zinsen von 5% oder 6% erlebe", wagte Francesco Fedele, CEO von BF direkt, beim Rücker-Vorabendempfang eine zumindest mittelfristige Prognose zur Zinsentwicklung. "Wir waren immer optimistisch, dass Draghi die Südländer stützt. Jetzt haben wir auch in Deutschland eine Konjunkturdelle - ein Grund mehr, warum die Zinsen nicht steigen sollten."

Kein Konjunkturdelle bei Hamborner

Allerdings forciere das den Wettbewerb bei den Immobilieninvestoren. "Core, Core, Core - und darauf eine Minirendite", sagt Fedele. "Alle wollen das gleiche Geschäft machen."

Wenig Befürchtungen hinsichtlich der Konjunkturdelle hegt auch Rüdiger Mrotzek, Vorstand von Hamborner Reit. "Die Volatilität merken wir in unserem Cashflow nicht und werden es nicht merken." Mrotzek verweist auf 12% Mietenanstieg im Bestand der 78 Immobilien für 2018 und eine Steigerung des operativen Ergebnisses um 18%.

"Die Lage der Handelsimmobilien wird schwärzer gesehen, als sie tatsächlich ist." Hamborner habe 50% Handelsimmobilien - meist Lebensmittler und Fachmärkte. "Da gibt es keinen Anstieg - aber es geht auch nicht abwärts." 2018 hätten sie für 120 Mio. Euro gekauft "und wir haben Firepower von 100 Mio. Euro".

UIRE drosselt die Investitionen

Bei Union Investment werden die Investitionen gedrosselt, erklärt Sprecher Fabian Hellbusch. "Wir haben 2018 nur 750 Mio. Euro von Privatanlegern bekommen - und auch aufgepasst, dass uns nicht zu viel Liquidität zufließt." Vor vier Jahren habe UIRE noch 4 Mrd. Euro investiert, 2018 nur noch 2,3 Mrd. Euro. "Dabei investieren wir zu 65% in Projektentwicklungen - auch kleinteilig etwa im Segment Microliving."

Auf Qualität werde aber nicht verzichtet. "Lieber investieren wir weniger und zeigen dem einen oder anderen Anleger die rote Karte." Bei Shoppingcentern sei UIRE vorsichtig, weil es schon ein großes europäisches Portfolio gebe. "Antizyklisch sind Shoppingcenter aber weiterhin ein sinnvolles Investment."

Nie so viel mit Politik diskutiert

Klaus-Peter Hesse vom ZIA zeigte sich etwas genervt von der Politik. „Die Zinsen bleiben niedrig. So weit alles gut. Aber wir haben noch nie so viel mit der Politik diskutiert - Vorkaufsrecht, Enteignung etc." Da gebe es großen Beratungsbedarf. "Es geht nicht darum, den Mangel zu verwalten, sondern Wohnungen zu bauen."

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