Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 06.03.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin wird langsam normal

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Der Neubau reicht nicht aus, um die Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen. Die Kaufpreise und Mieten für Berliner Wohnungen steigen daher weiter, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

In Berlin sind die Angebotsmieten seit dem Jahr 2013 um 31,1% nach oben geklettert. Stärker stieg der Wert mit 31,5% nur in Leipzig. Damit steuert die deutsche Hauptstadt mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Normalität anderer deutscher Großstädte zu, hieß es vergangene Woche in Berlin.

München kommt auf einen Zuwachs der Mieten zwischen 2013 und 2018 von 27,9% und ist im Mittel bei 17,30 Euro/qm angelangt, Hamburg hat mit einem Plus von 13,5% die Marke von 11,45 Euro/qm erreicht. Ausgerechnet hat das Arnt von Bodelschwingh vom Berliner Analyseinstitut Regiokontext für die Investitionsbank Berlin IBB.

In Berlin lag die mittlere Angebotsmiete im Jahr 2018 bei 10,33 Euro/qm. Das waren rund 5,5% mehr als ein Jahr zuvor. Damit stiegen die Mieten nicht mehr ganz so rasant wie 2017. Damals erhöhten sich die Angebotsmieten um 8,8%. Grund zur Entwarnung für die Politik sei das aber nicht, meint Gero Bergmann, Vorstandsmitglied der Berlin Hyp, der diese Zahlen gemeinsam mit CBRE ermitteln ließ. "Auch wenn sich das Mietpreiswachstum in Berlin ein wenig verlangsamt hat, ist darin kein Trend zu erkennen. Vielmehr entsprach die Steigerung ungefähr dem Niveau von 2016."

In der Innenstadt sind 12 Euro/qm normal

Nur noch 9% (Vorjahr: 10%) aller Mietwohnungen im Berliner Stadtgebiet wurden für unter 7 Euro/qm angeboten. In der City wurden in der Regel über 12 Euro/qm aufgerufen. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Investitionsbank Berlin IBB hervor.

Die Angebotskaufpreise für Eigentumswohnungen sind im Vergleich zum Vorjahr hingegen ähnlich stark gestiegen. Ein Plus von 12% auf 4.150 Euro/qm registrierten Berlin Hyp und CBRE. Auf 4.200 Euro/qm kamen die Zahlenfüchse der IBB. Im Jahr zuvor gab es das Stockwerkseigentum laut IBB-Angaben noch für im Schnitt 3.800 Euro/qm. Der Kaufpreis für Neubauten übersprang 2018 erstmals die Marke von 5.000 Euro/qm und landete bei stolzen 5.649 Euro/qm.

Kaum noch Leerstand plus massive Zuzüge in die mittlerweile rund 3,7 Mio. Menschen zählende Stadt treibt die Wohnungspreise. Auffällig, so Bergmann, sei der vergleichsweise hohe Mietanstieg bei teuren Wohnungen, der bei 7,1% lag.

Im günstigsten Zehntel der Angebote kletterten die Mieten nur um 4,7%. In Neukölln lag der Wert nur bei einem Plus von 2,6% auf 10,09 Euro/qm. Die preiswertesten Mietwohnungen fanden Bank und Makler im östlichen Plattenbaugebiet Marzahn-Hellersdorf, wo eine Wohnung im Schnitt 7,73 Euro/qm kostet. Das sind 5,3% als im Jahr zuvor. Die teuerste Hütte befindet sich mit einem Durchschnittspreis von 12,99 Euro/qm in Friedrichshain-Kreuzberg, gefolgt vom Stadtteil Charlottenburg mit im Schnitt 12 Euro/qm.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!