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Unternehmen | 12.03.2019

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Wer wirklich an der Mipim verdient

Quelle: Relx, Urheber: David Roberts
Das Londoner Hauptquartier der Mipim-Konzernmutter am Trafalgar Square.

Quelle: Relx, Urheber: David Roberts

Da die Mipim bekanntermaßen im südfranzösischen Cannes stattfindet, müssten die direkten Nutznießer des Messerummels eigentlich die Franzosen sein. Aber so einfach ist das nicht. Letzten Endes führen die Zahlungsströme des Veranstalters zu einer Adresse, die britischer nicht sein könnte.

The Strand 1-3 in London liegt direkt am Trafalgar Square, Admiral Nelson blickt von seiner Säule herüber. Vor dem Gebäude befindet sich die U-Bahn-Station Charing Cross, rote Doppeldeckerbusse rauschen vorbei. Früher stand hier mal ein Grandhotel. Das 1990 an seiner Stelle errichtete Bürohaus ahmt die Optik des Ursprungsbaus so gut wie möglich nach.

Die Nähe zum Verlagsgeschäft ist immer noch sichtbar

Nicht weit von hier beginnt die Fleet Street, das ehemalige Nachrichtenzentrum am Rande der City, in dem früher viele Tageszeitungen und Agenturen ihr Hauptquartier hatten. Auch die Firma, die am meisten an der Mipim verdient, stammt aus dem Verlagsgeschäft, nämlich die Relx Group. Bis vor vier Jahren nannte sich der Mutterkonzern der französischen Immobilienmesse noch Reed Elsevier, entstanden im Jahr 1993 aus dem britischen Fachverlag Reed International und dem niederländischen Mitbewerber Elsevier.

Relx erzielte im Jahr 2018 mit über 30.000 Mitarbeitern in mehr als 180 Ländern einen Umsatz von knapp 7,5 Mrd. GBP. Das meiste stammt von Onlinedatenbanken und Fachpublikationen, vor allem aus den Bereichen Technik, Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Recht. Rund 1,1 Mrd. GBP Umsatz allerdings entfiel 2017 (aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor) auf das Messe- und Veranstaltungsgeschäft, das als Reed Exhibitions firmiert. Das ist nach eigenen Angaben mit über 500 organisierten Events im Jahr und insgesamt 7 Mio. Besuchern der Weltmarktführer für branchenbezogene Fachveranstaltungen.

Das größte Event im Portfolio von Reed-Midem

Die französische Tochter Reed-Midem veranstaltet seit 1990 die Mipim. Und die Messe in Cannes ist mit knapp 27.000 Teilnehmern das größte Event im Portfolio von Reed-Midem. Alleine unter dem Mipim-Brand gibt es mittlerweile vier verschiedene Ableger (Mipim UK, Mipim Asia, Mipim Proptech Europe und Mipim Proptech NYC). Laut dem Unternehmen soll die Marke um weitere Veranstaltungen ergänzt werden. Mit anderen Worten: Die Austragungsorte der Mipim fächern sich immer weiter international auf.

Komplett global dürfte auch die Eigentümerriege des Mutterkonzerns Relx sein. Dessen Aktien befinden sich nahezu vollständig im Streubesitz. Pakete im einstelligen Prozentbereich halten laut dem Portal Finanzen.net einige globale Vermögensverwalter wie Blackrock, Legal & General oder Invesco. Und hinter denen stehen wiederum zahlreiche internationale Investoren. Letzten Endes sind die finanziellen Nutznießer der Mipim also genauso wie die Besucher und Aussteller nicht nur in Frankreich, sondern in aller Welt zu Hause.

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