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Projekte | 28.02.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Immobilien Treuhand plant Versorgungszentrum in Wiesbaden

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Seit rund einem Jahr ruht der Betrieb des Sägewerks Eider. Nun wird die Zukunft der Fläche geplant.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Für rund 25 Mio. Euro will Immobilien Treuhand Mainz im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim ein Mischquartier mit Handelsschwerpunkt errichten. Das Projekt fügt sich in ein umfassendes Flächenkonzept für die südlichen Stadtteile der hessischen Landeshauptstadt ein.

Expansionswünsche sowohl von Rewe als auch von Aldi und der Stadt Wiesbaden insgesamt sind die Triebfedern für die Neuentwicklung, die sich auf dem rund 2,3 ha großen Gelände an der Kostheimer Landstraße ganz im Süden Kostheims anbahnt. Die beiden Einzelhandelsunternehmen betreiben derzeit einige hundert Meter weiter westlich an der gleichen Straße ihre Filialen, die aber nicht mehr den heutigen Platzbedürfnissen für den Einzelhandel entsprechen. "Und außerdem sind bei denen die Parkplätze ziemlich knapp", sagte eine Kostheimerin während der Bürgerversammlung zur Vorstellung des Vorhabens. Bereits Mitte 2018 waren die ersten Überlegungen für eine Verlagerung bekannt geworden.

Zu den Plänen der Handelsunternehmen kommt hinzu, dass das Areal, auf dem bis Anfang 2018 das Sägewerk und Holzverarbeitungsunternehmen Eider in Betrieb war, direkt vis-à-vis des ehemaligen Kühlmittelwerks Linde liegt. Dort läuft derzeit der Abriss der Fabrikgebäude. Auf dem Areal, das direkt an einen Rheinarm grenzt, sollen in den kommenden Jahren rund 80.000 qm Wohnfläche entstehen, mit entsprechendem Bedarf für nahen Einzelhandel.

Rund 5.000 qm für den Einzelhandel

Für das Eider-Gelände läuft nun das Bebauungsplanverfahren an. Vertreter der Stadtverwaltung, des Investors Immobilien Treuhand Mainz (ITM) und des Architekturbüros Graf und Graf (Montabaur) präsentierten den zukünftigen Anwohnern jetzt im Rahmen einer Bürgerversammlung den ersten Entwurf. Demnach sind rund 4.750 qm Verkaufsfläche, 175 qm Gastronomie, 500 qm Bürofläche, ein Ärztehaus mit 1.000 qm Nutzfläche, 22 Wohneinheiten sowie 240 Autostellplätze auf dem zentralen Parkplatz vorgesehen. Die Handelsfläche wird sich auf mehrere Baukörper sowie Aldi, Rewe mit Erweiterung um einen Getränkemarkt, voraussichtlich einen Drogeriemarkt, eine Apotheke und eine Bäckerei verteilen. Für das Ärztehaus gibt es bislang eine interessierte Praxis, die sich dorthin verlagern will.

ITM-Geschäftsführer Reinhard Milferstedt bezifferte auf Nachfrage der Immobilien Zeitung die Gesamtinvestition auf rund 25 Mio. Euro. "Ich hätte mir einen größeren Wohnanteil gewünscht", sagte er während der Bürgerversammlung. Die Planer hätten sich aber wegen der Geräuschentwicklung der angrenzenden Bahnlinie und noch aktiver Gewerbebetriebe auf ein Minimum beschränken müssen. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem gültigen Bebauungsplan bis zum dritten Quartal 2020. Unmittelbar danach will ITM die Arbeiten auf der Fläche anlaufen lassen. Milferstedt will das Objekt langfristig im Bestand halten.

Die AKK-Stadtteile stehen vor einem Wachstumssprung

Das Handelszentrum fügt sich in die groß angelegte Entwicklung der Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim ein, die zwar den Zusatz "Mainz-" im Namen tragen, aber seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zu Wiesbaden gehören. Neben der umfangreichen Wohnentwicklung des einstigen Linde-Werks existieren dort mehrere große Flächen des US-Militärs, die in den kommenden Jahren voraussichtlich in weiten Teilen geräumt und damit für neue Immobilienentwicklungen freigegeben werden. Als Folge des damit absehbaren Bevölkerungszuwachses werden die so genannten AKK-Stadtteile eine größere Außenstelle der Stadtverwaltung benötigen, zumal das heutige Verwaltungsgebäude am St. Veiter Platz sanierungsbedürftig ist. Die Verwaltung könnte auf dem heute noch von Rewe und Aldi genutzten Gelände ihren Platz finden, wenn die Händler auf das Eider-Areal umgezogen sind.

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