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Projekte | 13.02.2019

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Aachen: Projekt Büchel schon wieder gescheitert

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl
Seit 1999 gibt es Versuche, das heruntergekommene Parkhaus durch eine attraktive Nutzung zu ersetzen. Der letzte Versuch ist nun ebenfalls gescheitert.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl

Auch der bislang letzte Versuch, das sogenannte Büchel-Areal in der Aachener City einer neuen Nutzung zuzuführen, ist gescheitert. Gestern Vormittag haben die beiden Investoren Gerd Sauren und Norbert Hermanns dem Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp mitgeteilt, dass sie sich aus dem Projekt zurückziehen wollen.

Rund drei Jahre versuchten sich die beiden Aachener Immobilienspezialisten daran, auf dem Areal des maroden Parkhauses am Aachener Büchel und auf angrenzenden Grundstücken das Altstadtquartier Büchel zu entwickeln. Die schwierige Gemengelage aus Wünschen von Politik, Verwaltung und Sicherheitsbehörden haben das Projekt nun zu Fall gebracht.

In der Nähe des Parkhauses, in der Antoniusstraße, befindet sich Aachens sündige Meile. Zwischen ihr und der Garage sollte das Stadtquartier nach den Plänen von Chapman Taylor errichtet werden. Sie sahen viele kleine Geschäfte, Wohnungen aber auch ein sogenanntes Laufhaus vor, in dem Prostituierte arbeiten sollten.

Sicherheitsbedenken und wenig Rendite

Vor allem der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach hatte Sicherheitsbedenken gegen das Konzept. Die beiden Investoren wiederum fanden den Entwurf zu kleinteilig und mit zu vielen geförderten Wohnungen versehen - sie fürchteten um das Verhältnis Baukosten und erzielbare Mieten. Letztlich landete das Projekt in einer Sackgasse, und Sauren und Hermanns zogen gestern die Reißleine.

Aachens Oberbürgermeister nimmt diese Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis. "Wir werden nun mit der Ratspolitik die neue Lage beraten und den neuen Status Quo definieren", so Philipp in einer ersten Stellungnahme. "Wir sehen damit keinesfalls das Ende des Gesamtprojekts, die Entscheidung der Investoren schafft auch neue Handlungsmöglichkeiten."

Bereits seit 1999 soll der Büchel mit einer Handelsnutzung bebaut werden. Zunächst wollte das Düsseldorfer Unternehmen SCC auf dem Areal ein Shoppingcenter realisieren. Nachdem dort nichts passierte, stiegen als nächste - wir schreiben jetzt das Jahr 2003 - die Nesseler Projektidee und die EBV, ein Partnerunternehmen der damaligen RAG Immobilien, in den Ring und präsentierten ihre Entwürfe für das Forum Kaiserquelle mit 5.800 qm Verkaufsfläche. Als Sieger eines weiteren Investorenwettbewerbs im Jahr 2006 krönte das Preisgericht die Düsseldorfer TCN Properties und die Fundus-Fonds-Verwaltungen - die ebenfalls nicht bauten. 2009 erwarb die Kölner Strabag Real Estate das Objekt und präsentierte den Entwurf für das Projekt Bel Etage mit rund 8.000 qm Einzelhandelsfläche. 2014 schließlich erwarben die aktuellen Noch-Eigentümer die Fläche und präsentierten im Dezember den Entwurf von Chapman Taylor. Seither herrscht Stillstand. Die von den beiden Investoren gegründete Büchel Immobilien GmbH hat die Flächen nun der Stadt zum Kauf angeboten.

Transaktion: Aachen, Büchel 39

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