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Märkte | 06.02.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Wohnraumdruck steigt in sechs von sieben Metropolen

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Marion Neuhauß
Berlin und Köln stehen in der Frage des Nachschubs an neuen Wohnungen am meisten unter Druck.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Marion Neuhauß

Einen kontinuierlich steigenden "Wohnraumdruck" stellt eine Analyse von Engel & Völkers in den sieben Immobilienhochburgen fest. Der Neubau kann dem Bevölkerungszuwachs nur in Hamburg halbwegs standhalten.

Für ihre Untersuchung im Zeitraum von 2008 bis 2017 haben die Researcher des Maklerhauses den Bevölkerungszuwachs und den Wohnungsneubau mit Bezug zur durchschnittlichen Haushaltsgröße in Frankfurt, Berlin, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf berechnet. Danach ist das Wohnraumdefizit in Berlin am stärksten gestiegen, da dort in dem untersuchten Zeitraum die Bevölkerung um 181.820 Personen zugenommen hat, jedoch lediglich 61.642 neue Wohnungen errichtet wurden. Berücksichtigt man die Haushaltsgröße von im Schnitt 1,71 Personen ergibt sich laut Engel & Völkers ein Nachfrageüberschuss von mehr als 76.000 Personen. An der zweiten Stelle rangiert Köln. Trotz eines Bevölkerungswachstums von 8,5% sei die Anzahl der jährlichen Neubauten zwischen 2008 und 2017 kaum gestiegen, sie lag 2017 mit 2.079 sogar deutlich unter dem Zehnjahresschnitt (2.813).

Nur Hamburg hat ausreichend Bautätigkeit

Etwas entspannter sieht es in Hamburg aus. Dort gibt es eine vergleichsweise rege Bautätigkeit (50.470 neue Wohnungen im Untersuchungszeitraum) und der Bevölkerungszuwachs ist geringer als in den anderen Topstädten. In München und Frankfurt ergibt sich laut Engel & Völkers das Problem, dass zwar viel neuer Wohnraum geschaffen wurde, die Bevölkerung wachse aber so stark, dass der Nachfrageüberschuss dennoch zunehme.

Mietpreisniveau flacht mittelfristig nicht ab

Die durchschnittlichen Angebotsmieten liegen laut Analyse in allen untersuchten sieben Topstädten bereits über 10 Euro/qm, Spitzenreiter ist München mit 17,11 Euro/qm. Es bleibe eine "Herausforderung", dem wachsenden Bevölkerungsdruck mit entsprechender Neubautätigkeit zu begegnen. Mittelfristig sei daher nicht mit einem Abflachen des Mietpreisniveaus zu rechnen, meint Engel & Völkers.

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