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Steuern | 05.02.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Schleswig, Berlin, Hamburg, Bremen
  • Organisationen:
    Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Bundesministerium der Finanzen
  • Personen:
    Andreas Ibel
  • Immobilienart:
    Wohnen

Aufkommen der Grunderwerbsteuer schießt auf Rekordhöhe

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Wer eine Wohnung kauft, muss Grunderwerbsteuer ans Land zahlen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Die Einnahmen der Länder durch die Grunderwerbsteuer sind 2018 auf einen Rekordwert von 14,1 Mrd. Euro gestiegen. Unter Berufung auf Informationen des Bundesfinanzministeriums sei das ein Plus von 7% im Vergleich zum Vorjahr, teilt der BFW mit. Seit 2010 hätten sich die Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer fast verdreifacht. Kritik aus der Branche wird ob dieser Zahlen laut.

"Während der Mangel an bezahlbarem Wohnraum immer größer wird, treiben die Länder die Wohnkosten immer weiter in die Höhe", moniert BFW-Präsident Andreas Ibel. "Es ist ein Skandal, dass sich die Länder trotz Rekordüberschüssen im Wettlauf um die höchste Grunderwerbsteuer überbieten."

Die Grunderwerbsteuer fällt beim Immobilienkauf an und wird seit 2006 durch die einzelnen Bundesländer festgelegt. Seitdem wurde sie von den Ländern insgesamt 27 Mal erhöht. "Die Zeche zahlen nicht nur die Käufer, sondern auch die Mieter", betont Ibel. Denn höhere Grunderwerbsteuern würden über den Anstieg der Kaufnebenkosten auch die Mieten in die Höhe treiben.

Erwerbsnebenkosten können bis zu 15,6% des Kaufpreises betragen

Neben der Grunderwerbsteuer müssen Immobilienkäufer auch Notarkosten von 2% und in manchen Ländern zudem Maklergebühren von bis zu 7,14% zahlen. Bei einem Höchstsatz von 6,5% Grunderwerbsteuer fallen damit bis zu 15,6% Erwerbsnebenkosten an, rechnet der BFW vor. Bei einem 400.000-Euro-Objekt entspreche dies einer Summe von 62.560 Euro. "Da ist bei der Mittelschicht die Schmerzgrenze erreicht - zumal die Kaufnebenkosten nicht über einen Kredit finanziert werden können", schimpft Ibel.

Der Verbandspräsident verweist auf die Empfehlung einer Steuerreformkommission aus dem Jahr 1983: Bereits damals hätten die Experten festgestellt, dass ein Grunderwerbsteuersatz von maximal 2% bis 3% gesamtwirtschaftlich vertretbar sei. "Damals wie heute gilt: Die Grunderwerbsteuer muss bundesweit endlich wieder auf ein investitionsfreundliches Niveau gesenkt werden, damit wir mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen schaffen können", meint Ibel.

Die Grunderwerbsteuer (GrESt) fällt beim Erwerb eines Grundstücks oder Gebäudes an und wird seit 2006 von den Bundesländern erhoben. Seitdem haben fast alle Bundesländer die Grunderwerbsteuer erhöht. Der herkömmliche Satz von 3,5% gilt nur noch in Bayern und Sachsen. Aktuell liegt die Grunderwerbsteuer in Hamburg bei 4,5% und in Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz sowie Sachsen-Anhalt bei 5%. In Berlin und Hessen fallen 6% an; in Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und nun auch in Thüringen gilt der Spitzensatz von 6,5%.

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