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Märkte | 04.02.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Leipzigs Investmentmakler schauen traurig ins Portemonnaie

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lea Gericke
Die Leipziger Innenstadt erfreut sich bei Häuserkäufern großer Beliebtheit.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lea Gericke

Leipzigs Investmentmakler lecken sich die Wunden und schauen traurig in ihr Portemonnaie. Um mehr als ein Fünftel brachen im vergangenen Jahr die Umsätze mit Häusern und Grundstücken ein.

Der Grund für den dramatischen Umsatzeinbruch liege aber keinesfalls an mangelndem Investoreninteresse. „Vielmehr ist die Angebotsseite - insbesondere im großvolumigen Core-Segment - so begrenzt, dass die hohe Nachfrage bei weitem nicht bedient werden kann“, erläutert Stefan Sachse, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) und Leipziger Niederlassungsleiter sein Dilemma. Anders ausgedrückt: In Leipzig kamen nur deshalb schmale 800 Mio. Euro Umsatz zusammen, weil es, wie allerorten in boomenden Regionen, nichts Anständiges zu kaufen gibt.

Was 2019 bringt, hängt vom Angebot ab

Was 2019 bringen wird, sei offen, sagt Sachse. Fest stünde: Leipzig hat sich als Investmentstandort etabliert. Die Innenstadt sei beliebt und belebt, der Büromarkt dynamisch, die Logistikregion auch Dank seines Frachtflughafens als Transportdrehkreuz gut aufgestellt. Eine starke Nachfrage sei daher auch für 2019 absehbar. Ob sich auf der Angebotsseite etwas bewege, sei dagegen offen, meint Sachse. „Diese könnte sich erneut als Nadelöhr zeigen und dadurch auch den Druck auf die Renditen aufrechterhalten“, hält Sachse den Ball bewusst flach.

Ganze 58 Immobiliendeals wurden in der mehr als eine halbe Million Einwohner zählenden Stadt an der Pleiße getätigt. Die Summen, die über den Tresen gingen, waren mit im Schnitt 14 Mio. Euro 13% geringer als noch 2017. Richtig dicke Deals mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 50 Mio. Euro gingen um mehr als zwölf Prozentpunkte zurück. Zu den dicksten Fischen zählten zwei Einzeldeals im Einzelhandelsbereich: Im Stadtteil Grünau wurde das 40.000 qm große Allee-Center veräußert. Käufer war der Fonds EQT Real Estate; Verkäufer Investa Real Estate, der sich den gut 20 Jahre alten Einkaufstempel 2016 in die Bücher legte. Im Stadtteil Großpösna wurde der Pösna Park mit 57.000 qm Fläche verkauft.

Wer Entwicklungsgrundstücke kauft, glaubt an den Standort

Ein Drittel aller veräußerten Gebäude waren aber Büros. 260 Mio. Euro gaben Käufer für Kontore aus. „Sehr erfreulich“ findet Sachse, dass für mehr als 100 Mio. Euro Entwicklungsgrundstücke gehandelt wurden. „Dies spricht dafür, dass Projektentwickler an eine positive Entwicklung des Standorts glauben“, erläutert der Fachmann. Fleißigste Käufer waren Spezialfonds, gefolgt von Investmentmanagern, Projektentwicklern, Equity/Real Estate Funds sowie Immobilienunternehmen.

Die Renditen sanken, könnten sich im Vergleich zu den A-Städten aber noch sehen lassen, so Sachse. Die Spitzenrendite für Geschäftshäuser blieb in den besten Lauflagen stabil bei 4,2%. Die Werte für Büros sackten dagegen ab - in Spitzenlagen binnen Jahresfrist um 30 Basispunkte auf 4,3%. Die Spitzenrendite für Logistikimmobilien rutschte auf 4,5% ab.

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