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Märkte | 31.01.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Preise für Eigenheime sind am stärksten gestiegen

Die Wohnungspreisentwicklung hat laut dem Wohn-Index Deutschland des Analysehauses F+B im Herbst "wieder an Fahrt gewonnen". Deutschlandweit stiegen die Preise im vierten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 1,2%, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,5%. Maßgeblich für die Steigerung sei das Eigentumssegment. Dabei ragten insbesondere die Eigenheime hervor mit einem Plus von 9,2% im Jahresvergleich, Eigentumswohnungen lagen mit 6,5% leicht darunter. Im Quartalsvergleich kommen beide auf ein Plus von 1,3%. Das Baukindergeld unterstütze den "Drang zum Wohneigentum", analysiert F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner. Dagegen sei bei den Bestandsmieten im Vorquartalsvergleich nur ein leichtes Plus von 0,4% zu registrieren. Im Vorjahresvergleich stiegen die Neuvertragsmieten um 3,4%, die Bestandsmieten um 1% - Werte, die deutlich unter dem Gesamtindexzuwachs (6,5%) liegen.

Nach der Analyse von F+B ist aber insbesondere in der Gruppe der Einkommensschwächeren ein Kampf um den schrumpfenden preiswerten Bestand in den Städten zu beobachten. Gerade dort seien höhere Mietpreissteigerungen zu verzeichnen als im gehobenen Segment. Leutner plädiert dafür, "die aktuell uneingeschränkte Dominanz der Umweltpolitik in Frage zu stellen" und die sozialen Aspekte des Bauens und Wohnens stärker zu betonen. Auch müsse die "baugesetzlich normierte Bürgerbeteiligung neu austariert" werden. Diese Form der Partizipation entwickele sich zunehmend zur "bloßen Verhinderungsmacht der Besitzenden".

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