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Märkte | 31.01.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Immobilienindex von bulwiengesa bleibt stabil positiv

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam
Die deutschen Büromieten sind 2018 genauso stark gestiegen wie der Gesamtindex.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam

Im bulwiengesa-Immobilienindex für 2018 hat sich das deutsche Miet- und Preiswachstum des Vorjahres fortgesetzt. Nach 5,7% im Jahr 2017 wurde für 2018 ein Anstieg von 5,6% gemessen. Es ist das nunmehr 14. Jahr, in dem der bulwiengesa-Index eine positive Wertentwicklung zeigt. 2018 konnte zudem das Gewerbesegment gegenüber Wohnen aufholen.

War im Jahr zuvor der Teilindex Wohnen mit einem Plus von 8,3% für den Anstieg des Gesamtindexes hauptverantwortlich gewesen, schwächte sich die Wohndynamik 2018 leicht auf 6,8% ab. Gleichzeitig zog die Performance von Gewerbe (Büro und Handel) von zuvor 2,1% auf 3,1% an.

Das Gewerbesegment hätte sogar noch stärker wachsen können, hätten nicht die stagnierenden Einzelhandelsmieten in den Ia-Lagen (-0,2%) den Durchschnitt gedrückt. Die Büromieten und die Gewerbegrundstücke hatten mit 5,6% die beste Performance. Die Büromieten zeigten sogar die höchste jährliche Wachstumsrate seit der Wiedervereinigung. In den sieben A-Städten Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart misst der Büromietindex sogar ein Wachstum um 8%.

Im Wohnsegment legten Mieten und Preise in den sieben A-Städten am stärksten zu. Hier bewegen sich die Preissteigerungen für Kaufobjekte zwischen 8,9% (Neubaueigentumswohnungen) und 11,4% (Reihenhäuser). Auch im Bundesdurchschnitt verteuerten sich Reihenhäuser stark, nämlich um über 9%. Die Preissteigerungen der Zentren strahlen inzwischen stark auf die Peripherie ab. So zogen die Neubaumieten in den D-Städten 2018 um 5,8% an. Bundesweit liegt der Mietanstieg bei 4,9% (Neubau) bzw. 3,5% (Bestand).

Inflationsschutz bleibt

Die von bulwiengesa gemessene Wertentwicklung liegt damit erneut über der Inflationsrate von 2018 (1,9%). Allerdings hat sich der Abstand beider Kurven verringert, er beträgt nun 3,7 Prozentpunkte. In den Vorjahren (2015 bis 2017) hatte die Differenz stets höher gelegen, sie pendelte zwischen 4,2 und 4,7 Punkten. Die bulwiengesa-Analysten weisen darauf hin, dass 2018 der Inflationsschutz von Wohnimmobilien erneut den von Gewerbe überstieg - dort liege "in der Summe aller Nutzungsarten ein ertragsschwaches Wachstum vor".

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