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Märkte | 28.01.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Freibetrag auf Grunderwerbsteuer hilft 18.000 Haushalten

LBS Research und das Berliner Institut empirica haben untersucht, welche Auswirkungen ein Freibetrag von 100.000 Euro auf die Grunderwerbsteuer für die Ersterwerber und die Erschwinglichkeit von Wohneigentum haben könnte. Über einen solchen Freibetrag berät seit einigen Monaten die Große Koalition. Nach den Berechnungen von LBS und empirica könnte sich durch diesen das Potenzial um gut 18.000 Haushalte (+6%) auf 309.000 Ersterwerberhaushalte erhöhen, für die ein Immobilienkauf möglich werde. Für die Modellrechnung haben die Experten zunächst das ingesamt vorhandene Ersterwerberpotenzial ermittelt.

Dazu zählen sie Haushalte mit Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren, die sowohl über ausreichend Eigenkapital (mindestens 25% des Kaufpreises plus Nebenkosten) als auch über ein ausreichendes Einkommen (Belastung von maximal 35% durch Zins und Tilgung) verfügen. Danach kommen sie auf aktuell 291.000 Haushalte, mit Hilfe des Freibetrags könnten es 18.400 mehr sein. Dabei sei allerdings auf die regionalen Unterschiede zu achten, besagt die Untersuchung. Der Grunderwerbsteuersatz differiert von Bundesland zu Bundesland (3,5% bis 6,5%). Festzustellen ist laut LBS Research und empirica auch, dass der Freibetrag ähnlich wie das Baukindergeld "überproportional in Regionen mit niedrigen Immobilienpreisen wirken" würde, während er in Hochpreisregionen viel weniger ins Gewicht fiele.

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