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Projekte | 28.01.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

LBBW und ABG planen 1.000 Wohnungen am Frankfurter Rebstock

Ein Ensemble mit rund 1.000 Wohnungen könnte am Ende der rund 20-jährigen Neuentwicklung des Rebstockgeländes in Frankfurt stehen. Die Stadtverwaltung, LBBW Immobilien und die kommunale Wohnungsbaugesellschaft ABG präsentierten jetzt ihr Konzept.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG und der Projektentwickler LBBW Immobilien (Tochter der Landesbank Baden-Württemberg) wollen im Frankfurter Westen ein Quartier mit rund 950 Wohneinheiten entwickeln. In einer späteren Entwurfsphase könnten auch noch ein Hotel und weitere 50 Wohnungen dazu kommen. Bei der Fläche handelt es sich um den letzten Abschnitt des Rebstockgeländes im Stadtteil Bockenheim, 1912 einer der ersten Flughäfen Deutschlands und später Großparkplatz der Frankfurter Messe, das seit rund 20 Jahren zum Stadtquartier entwickelt wird.

Quartier mit mittlerem Preisniveau

Der Part von LBBW Immobilien macht rund 400 Wohnungen aus, davon rund 50 als Eigentumswohnungen. Sie werden sich auf drei Baufelder in der Südhälfte des Areals verteilen. Das Unternehmen hatte bereits die südlich angrenzenden Rebstockhöfe mit rund 46.000 qm BGF und einem Schwerpunkt auf Mietwohnungen entwickelt. ABG plant rund 550 Wohnungen in einem kammartigen Gebäuderiegel, der sich entlang der Wiesbadener Straße im Norden des Areals ziehen soll.

Rund die Hälfte ihres Bauprogramms wird auf geförderte Wohnungen entfallen. "Und auch bei den frei finanzierten Wohnungen werden wir auf günstige Mieten von rund 12 Euro/qm kommen", verspricht ABG-Geschäftsführer Frank Junker. Sein Unternehmen sieht sich derzeit massiven Forderungen aus Politik und Aktivistenszene ausgesetzt, ausschließlich geförderte Wohnungen zu errichten. Mit der 50%-Quote am Rebstock erfüllt es für das neue Quartier insgesamt den in Frankfurt politisch gewollten Anteil von 30% Sozialwohnungen. LBBW geht für seine Wohnungen von Mieten zwischen 12 und 17 Euro/qm aus. "Dieses mittlere Preisniveau ist der Schwerpunkt unseres Geschäfts", betont Frank Berlepp, Geschäftsführer von LBBW Immobilien Management.

Investitionsvolumen: Mehr als 300 Mio. Euro

Gemeinsam werden die Partner rund 110.000 qm BGF in fünf- bis siebengeschossigen Bauten mit Staffelgeschossen errichten. ABG gibt ihre Gesamtinvestition mit 155 Mio. Euro an, LBBW ihre mit rund 150 Mio. Euro. Ein dritter Partner könnte noch hinzukommen. Nach Angaben von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) verhandelt die Stadtverwaltung derzeit mit Sapphire Immobilien. Das Unternehmen hatte sich per Zwangsversteigerung ein kleineres Grundstück gesichert, das wie das Gesamtgelände einmal zur Insolvenzmasse des Bauunternehmens Philipp Holzmann gehörte. Auf diesem Baufenster in der Nordostecke des Geländes am Katharinenkreisel will Sapphire ein Hotel und rund 50 Wohnungen errichten lassen. Weiteres Potenzial für Wohnungen besteht auf einer Teilfläche, die derzeit noch für den Bau einer Schule vorgesehen ist. Josef will auch sie dem Wohnungsbau zugänglich machen, falls sich in den kommenden Jahren geringere Schülerzahlen ergeben.

ABG will im März 2019 die Erschließungsarbeiten anlaufen lassen. Parallel will die Stadt die Änderung des Baurechts auf dem ehemals für Bürohäuser vorgesehenen Gelände vorantreiben. Spätestens Anfang 2020 ist der Baustart vorgesehen, für 2022 der Einzug der ersten Bewohner.

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