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Unternehmen | 28.01.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Accentro geht in den Wohnungsneubau

Quelle: Accentro
Mit Projekten wie diesem in Neukölln in Berlin hat sich Accentro bereits erste Sporen beim Wohnungsneubau verdient.

Quelle: Accentro

Der Wohnungsprivatisierer Accentro unter Vorstand Jacopo Mingazzini wird sich in Zukunft in Richtung Wohnungsneubau orientieren. Gründe sind "unfreundliche" politische Einflussnahmen auf das bisherige Kerngeschäft, die "an die Zeiten der DDR" erinnerten. In der Hauptsache aber natürlich der hohe Neubaubedarf.

Accentro, bis 2017 Tochter der Wohn-AG Adler, hat sich in den vergangenen zwei Jahren rasant weiterentwickelt. Das Unternehmen hat sich über seinen Stammplatz Berlin hinaus ausgedehnt in die Metropolregionen Leipzig und Hamburg, Rhein-Ruhr und Rhein-Main. Rund 1.000 Eigentumswohnungen bringt es im Jahr an die Käufer. Jetzt gibt es auch noch eine Erweiterung des Geschäftsmodells. Accentro will – in Kooperation mit Partnern - selbst Wohnungsneubau betreiben. Und zwar in der Größenordnung von 50 bis 400 Wohnungen pro Projekt. Dabei übernimmt Accentro mit seiner mittlerweile reichhaltigen Verkaufserfahrung den Vertrieb und bringt nicht zuletzt das Eigenkapital in komfortabler Höhe von 170 Mio. Euro (Stand drittes Quartal 2018) in die Geschäfte ein.

Partnerschaft mit kleinen und mittleren Bauträgern

Der - eher kleine - Partner wird vor allem die "technische DNA" mitbringen, wie es Mingazzini formuliert. "Zielpartner" seien dabei erfahrene kleinere und mittlere Bauträger im In- und Ausland, die nicht über eine große Kapitaldecke verfügten. Wobei Accentro da keinesfalls in Konkurrenz zu Mezzaninefinanzierern treten will. "Wir bringen ja vielfältiges Know-how ein."

Den Mitarbeiterstab hat das Unternehmen bereits zugunsten der künftigen großen Aufgaben erweitert. Starten will Accentro mit Projektentwicklungen zuerst in Berlin, um sich dann möglicherweise auch über weitere Metropolregionen auszubreiten. Man sei nun dabei, "mehrere größere Projekte abzuschließen". Testballons hatte das Unternehmen bereits nach oben geschickt. Accentro vermarktete im Bezirk Neukölln in der Flughafenstraße 69 Eigentumswohnungen. In Friedrichshain-Kreuzberg verkauft das Unternehmen ebenfalls 27 Neubaudachgeschosswohnungen sowie 145 Bestandswohnungen. Nun also steigt Accentro offensiv in die Neubauentwicklung ein.

Enormer Bedarf bei Neubau

Mingazzini ist sich sicher, dass auf diesem Teil des Wohnungssektors der "enorme Bedarf" in den kommenden zehn Jahren bedient werden müsse. Übersetzt heißt das: Sehr gute Geschäfte werden erwartet. Und gesamtgesellschaftlich ist das auch erwünscht. Das trifft nicht auf alle Wohnimmobiliengeschäftsfelder zu. Ein weiterer Grund für die Bereitschaft, zu neuen Ufern aufzubrechen: "Das politische Umfeld." Das lege, vor allem in Berlin, bei Bestandserwerb und Entwicklung zunehmend Steine in den Weg. Der "Verstaatlichung" werde wie in frühen DDR-Zeiten das Wort geredet.

Gefahr von "Verstaatlichungen"

Mingazzini verweist zum Beleg unter anderem auf die Vorgänge rund um die Wohnungen an der Karl-Marx-Allee in Berlin. Als im vergangenen November publik wurde, dass die Deutsche Wohnen vier Blöcke mit rund 760 Wohnungen an der Karl-Marx-Allee erworben hat, formierte sich breiter Widerstand gegen den Abschluss des Geschäfts. Das soll auf Wunsch der Berliner Regierung durch die Beteiligung der landeseigenen Gesellschaft Gewobag und das Geltendmachen des Vorkaufsrechts für Mieter nun zumindest teilweise vereitelt werden. Angesichts solcher Marktentwicklungen fühlt sich Accentro perspektivisch mit Wohnungsneubau doch auf der sichereren Seite des Geschehens.

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