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Unternehmen | 25.01.2019

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Gerry Weber, Hallhuber
  • Organisationen:
    Amtsgericht Bielefeld
  • Personen:
    Gerhard Weber, Stefan Meyer
  • Immobilienart:
    Laden-/Geschäftsflächen

Gerry Weber meldet Insolvenz an

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes
So dürfte es bald in vielen Gerry-Weber-Filialen aussehen: Räumungsverkauf.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes

Das rasante Filialwachstum ist Gerry Weber offenbar zum Verhängnis geworden: Der Modekonzern hat heute einen Insolvenzantrag gestellt.

Der Modekonzern Gerry Weber hat heute beim Amtsgericht Bielefeld die Anordnung des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens beantragt. Ziel des Antrags sei es, "das Unternehmen im Zuge der laufenden Restrukturierung zu sanieren", heißt es. Ausgelöst wurde der Insolvenzantrag Gerry Weber zufolge "durch das Scheitern der Gespräche mit Finanzierungspartnern". Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs sei aber "nach jetzigem Stand" bis ins Jahr 2020 gesichert. Der Antrag betreffe nur die Muttergesellschaft Gerry Weber International. Tochtergesellschaften wie z.B. die Modekette Hallhuber seien nicht betroffen. Das Gericht nahm den Antrag an und bestellte zum vorläufigen Sachwalter Rechtsanwalt Stefan Meyer aus Lübbecke.

Gerry Weber ging 1989 an die Börse

Gerry Weber ist einer der wenigen deutschen Modekonzerne mit internationaler Bedeutung. Das 1973 von Gerhard Weber gegründete Unternehmen hat in 60 Ländern einen Vertrieb. Insgesamt arbeiten 6.900 Menschen für die Firma, die seit 1989 börsennotiert ist. Der Einstieg des Modeproduzenten in den Einzelhandel erfolgte 1999 mit der Eröffnung eigener Läden. 2014 wurde die Modekette Hallhuber übernommen.

Erster Laden 1999, dann Filialisierung um jeden Preis

Es folgte eine rasante Filialisierung. Im Geschäftsjahr 2006/2007 hatte Gerry Weber 66 eigene Läden, auf dem Höhepunkt der Entwicklung 2014/2015 waren es weltweit 987 (inklusive der Marken Taifun und Samoon). In Deutschland stieg die Zahl der Filialen von 61 (2007) auf 580 (2015). Ein wesentliches Ziel des Sanierungsprogramms Fit4Growth war ab 2016 eine Verkleinerung des Filialnetzes. Seitdem wird die Zahl der Geschäfte nach und nach verringert. Im Frühjahr 2018 hieß es, man sei mit den Schließungen durch. Im Dezember 2018 wurde dann eine erneute Schließungswelle angekündigt, in dessen Zuge sich Gerry Weber von 230 Verkaufsflächen trennen will. Nun folgt der Insolvenzantrag.

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