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Projekte | 23.01.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Science City Bahrenfeld: Wissenschaft, Wirtschaft und Wohnen

Quelle: Spengler Wiescholek Architekten Stadtplaner, WES GmbH Landschaftsarchitekten, Urban Catalyst GmbH, Urheber: Moka-studio
Die Science City Bahrenfeld soll sich bis 2040 zu einem urbanen Stadtraum mit Wissenschaft, Wirtschaft und Wohnen entwickeln.

Quelle: Spengler Wiescholek Architekten Stadtplaner, WES GmbH Landschaftsarchitekten, Urban Catalyst GmbH, Urheber: Moka-studio

Gestern wurde im Hamburger Rathaus das Konzept der Science City Bahrenfeld vorgestellt. Mit dem Milliardenprojekt soll ein 125 ha großes Quartier für Wissenschaft, Wirtschaft und Wohnen entwickelt werden. Konkret geplant sind 2.500 Wohnungen, die Ansiedlung naturwissenschaftlicher Fakultäten der Universität Hamburg und der Ausbau des Forschungszentrums Desy.

Drei Großprojekte bilden im Rahmen des Zukunftsbildes 2040 die Schwerpunkte für das Konzept der Science City Bahrenfeld. Der Ausbau des Forschungszentrums Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) rund um das Thema Teilchenbeschleuniger, die Entwicklung der Universität Hamburg samt Neuordnung der Standorte sowie der Bau von 2.500 Wohnungen - überwiegend im Rahmen des Projekts Wohnen am Volkspark. Die Wohnungen entstehen primär auf den Flächen der bisherigen Trabrennbahn sowie der Kleingärten an der A 7. Ermöglicht werden sie durch den Bau des 2,2 km langen Altonaer Deckels über die A 7 zwischen der Anschlussstelle Othmarschen und der Anschlussstelle Volkspark.

"Arbeitsplätze für kluge Köpfe aus der ganzen Welt"

Diese drei Themen sollen künftig unter dem Label Science City Bahrenfeld zusammengedacht und in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickelt werden. Der Altonaer Volkspark ist dabei als grünes Herz des 125 ha großen Quartiers vorgesehen.

"Mit der Science City Bahrenfeld entwickeln wir ein Zentrum der Grundlagenforschung und angewandten Wissenschaft, einen Inkubator für Innovation und Technologietransfer", erklärte Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs. "Zugleich sollen in dem Quartier attraktive Wohnungen und Erholungsräume für Studierende, Wissenschaftler und Kreative entstehen. Dies alles sind beste Standortbedingungen für wissenschaftliche Einrichtungen, Start-ups und innovative Unternehmen, mit Laboren und modernen Arbeitsplätzen für kluge Köpfe aus der ganzen Welt."

"Science City Bahrenfeld wird der große Forschungscampus in Deutschland"

Vorhanden sind bereits das Desy, Fachbereiche der Universität oder Dependancen der Max-Planck-Gesellschaft. Desy entwickelt mit Petra IV Next Generation ein 3D-Röntgenmikroskop mit dem Anspruch das weltbeste zu sein. Konkret geplant sind das Centre for Data and Computer Science (CDCS) als interdisziplinäres Wissenschaftszentrum sowie das Zentrum für molekulare Wasserforschung (CMWS).

Quelle: Spengler Wiescholek Architekten Stadtplaner, WES GmbH Landschaftsarchitekten, Urban Catalyst GmbH, Luftbild: Matthias Friedel, Urheber: Moka-studio
Das künftige Quartier Science City Bahrenfeld: links der Wissenschaftscampus rund um das Desy, rechts das Wohnquartier am Altonaer Volkspark und oben - rechts der Luruper Hauptstraße - der Forschungs- und Innovationspark Altona.

Quelle: Spengler Wiescholek Architekten Stadtplaner, WES GmbH Landschaftsarchitekten, Urban Catalyst GmbH, Luftbild: Matthias Friedel, Urheber: Moka-studio

"Die Science City Bahrenfeld wird der große Forschungscampus in Deutschland - mit Einrichtungen für naturwissenschaftliche Forschung auf Weltklasseniveau und hervorragenden Studier- und Lehrbedingungen", zeigt sich Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, euphorisch.

Forschungs- und Innovationspark Altona bis 2023

Seitens der Universität wird etwa der Fachbereich Chemie die maroden Gebäude auf dem Campus an der Bundesstraße in Eimsbüttel verlassen und nach Bahrenfeld kommen. 5.000 Studierende sollen vom erweiterten Campus profitieren. Das gilt auch für Start-ups und wissenschaftsaffine Unternehmen. Für sie ist im Dreieck Luruper Hauptstraße, Elbgaustraße und Vorhornweg der 58.000 qm große Forschungs- und Innovationspark Altona geplant. Hier ist zudem ein Technologie- und Gründerzentrum für die Bereiche Life Sciences, Bio- und Nanotechnologie sowie neue Materialien geplant. Die schrittweise Inbetriebnahme soll bis Mitte 2023 erfolgen.

Noch schneller soll es mit dem Innovationszentrum gehen, das in Nachbarschaft zum Innovationspark Altona ab April auf dem Campus-Areal errichtet wird. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant. Das 14-Mio.-Euro-Projekt sollte eigentlich schon abgeschlossen sein. Gesellschafter sind die Stadt Hamburg, Desy und die Universität.

U5-Haltestelle?

Urbanität soll durch öffentliche Kommunikations- und Begegnungsräume geschaffen werden, die sich auch zu den anliegenden Stadtteilen öffnen sollen. Dabei ist ein autofreier Campus das Ziel. Tschentscher bezeichnete es als "interessante Option", dass die geplante U-Bahn-Linie 5, die von der City Nord über die Innenstadt bis nach Stellingen führen soll, auch die Science City Bahrenfeld anbinden könnte.

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