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Projekte | 22.01.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berliner Postscheckamt an Zech verkauft

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Als die Gespräche mit der Politik festgefahren waren, hängte die CG-Gruppe ein riesiges Protestplakat an ihren 89 m hohen Turm.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Alles auf Anfang: Die CG Gruppe hat das riesige Areal rund um das Berliner Postscheckamt im Bezirk Kreuzberg verkauft. Zu tief waren wohl die Gräben zwischen Entwickler und dem Baubürgermeister. Erwerber ist Art-Invest, ein Beteiligungsunternehmen der Bremer Zech-Gruppe.

Lang und heftig haben sich CG-Vorstand Christoph Gröner und der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Bündnis 90/Grüne), über die Zukunft des 89 m hohen Turms und die Flächen entlang der vielbefahrenen Straße Hallesches Ufer gestritten. Bis ins Fernsehen, in die Talkshow von Sandra Maischberger, schafften es die beiden Alpha-Männchen. Gezofft wurde sich über Bebauungspläne, bezahlbare Wohnungen, den Anteil von Gewerberäumen und Büros sowie angebliche und tatsächliche Luxusbauten.

Streit ist beigelegt

Das ist jetzt vorbei. Die Streithähne haben sich geeinigt. Beschlossen ist, dass im Turm und vorne an der lauten Straße 63.650 qm Gewerbe realisiert werden. Im hinteren Teil des Areals baut die kommunale Wohnungsgesellschaft degewo auf 36.400 qm Fläche 311 Wohnungen, drei Viertel davon zu Sozialmieten von 6,50 Euro/qm. Den gewerblichen Anteil stemmen die Rheinländer mit der hanseatischen Mutter im Rücken.

Verkauf ist ein "ganz gewöhnlicher Vorgang"

Dass der Verkauf mit dem Streit zu tun hat, in dessen Verlauf die CG Gruppe Protestplakate an den Turm hängen ließ und öffentlich laut schimpfte, weist der zweite CG-Vorstand Jürgen Kutz weit von sich. "Nicht doch", sagt der Bedächtige der beiden, "das ist doch ein ganz gewöhnlicher Vorgang." Sein Unternehmen könne nun einmal besser Wohnungen bauen, das von Kurt Zech besser Büros, beteuert er treuherzig. Und da der ganz normale frei finanzierte Wohnungsbau auf dem riesigen innerstädtischen Areal nach der mühsam mit dem Amt erreichten Einigung aus ganzen 63 Wohnungen bestehen wird, möge Art-Invest nun gerne machen. Ferner würden sich die Chefs beider Firmen gut kennen, man habe schon oft gut zusammengearbeitet und die CG-Projekt-Pipeline sei quer durch Deutschland sowieso prall gefüllt. Als ein Zeichen des guten Einvernehmens wird Kutz Kurt Zech noch eine Zeit lang bei der weiteren Entwicklung des Areals begleiten.

Käuferin fürchtet sich vor der Politik nicht

Die Rheinländer versprechen artig, "gewerbliche Neubauten zu realisieren sowie das Hochhaus im Bestand mittelfristig zu sanieren". Bange vor dem als durchsetzungsstark bekannten Baustadtrat hat die Niederlassungsleiterin von Art-Invest, Lena Brühne, keine. "In der Vergangenheit haben wir ja bereits andere Objekte in diesem Bezirk entwickelt und dabei nur gute Erfahrungen gesammelt."

Ende 2013 hatte die CG Gruppe das Postareal gekauft. 10 Mio. Euro seien bislang in die Pläne geflossen, schimpfte Gröner schon im September. Federn gelassen hat das Unternehmen angesichts explodierender Berliner Bodenpreise aber nicht, lächelt Kutz. "Einen Verlust kann man doch nicht realisieren in diesen Zeiten."

Transaktion: Berlin, Hallesches Ufer 60

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