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Unternehmen | 17.01.2019

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Deutsche Euroshop wertet Immobilienportfolio ab

Quelle: Deutsche Euroshop
Teil des Portfolios der Deutschen Euroshop: die Altmarkt Galerie in Dresden.

Quelle: Deutsche Euroshop

Der Shoppingcenterinvestor Deutsche Euroshop wertet seinen Immobilienbestand ab. Als Grund werden leicht gestiegene Ankaufsrenditen für Einkaufszentren in Deutschland genannt, die Notwendigkeit von höheren Investitionen und angepasste Mieterwartungen. Der Aktienkurs des Unternehmens ist binnen eines Jahres um rund 20% gesunken.

Die Deutsche Euroshop hat gestern eine Abwertung ihres Immobilienportfolios bekannt gegeben. Die Immobilien-AG rechnet "aus der Bewertung des Immobilienvermögens sowie aufgrund von Aufwendungen im Zusammenhang mit Investitionen in das Portfolio" für das Geschäftsjahr 2018 mit einem negativen Bewertungsergebnis vor Steuern von ca. 61 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte es noch ein Bewertungsplus von 13,1 Mio. Euro gegeben. Als Gründe werden "leicht gestiegene Ankaufsrenditen für Shoppingcenter in Deutschland" (d.h. sinkende Preise) genannt, "höhere Investitionen in die Modernisierung und Positionierung des Bestandsportfolios" sowie "angepasste Erwartungen an die Mietenentwicklung". Die Deutsche Euroshop hält 21 Einkaufszentren in Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien und Polen.

Shoppingcenter-Aktien unter Druck

Der Aktienkurs hat zuletzt wie der anderer Shoppingcenter-AGs auch (z.B. Unibail-Rodamco) stark nachgegeben. Aktuell notiert das Papier bei um die 25 Euro, was einen Verlust von etwa 20% binnen Jahresfrist bedeutet. Als Grund für den Wertverlust werden allgemein die negativen Auswirkungen des Onlinehandels auf Einkaufszentren angesehen. Es gibt aber auch Investoren, die gerade jetzt in Aktien von Shoppingcenterfirmen investieren. Helmut Kurz, Fondsmanager beim Bankhaus Ellwanger & Geiger, hat für seinen Fonds unlängst Aktien von Unibail-Rodamco gekauft. Er hält die Kursverluste von Shoppingcenter-Aktien für eine "negative Übertreibung" der Börsen, wie er im Interview mit dem Magazin des German Council of Shoppingcenters (GCSC) sagt, dem Sprachrohr der deutschen Shoppingcenterbranche.

Handel mit Einkaufszentren so gut wie eingeschlafen

Wie die Wertentwicklung von deutschen Shoppingcentern tatsächlich zu beurteilen ist, darüber gibt es im Markt unterschiedliche Ansichten. Dem Maklerunternehmen Savills zufolge hat sich die Spitzenrendite für Shoppingcenter im Verlauf des Jahres 2018 um 30 Basispunkte auf 4,2% erhöht, CBRE sieht die Spitzenrendite Ende 2018 dagegen bei 3,8% und damit 20 Basispunkte niedriger als Ende 2017. Fest steht: Bis auf Das Schloss in Berlin ist 2018 kaum ein nennenswertes deutsches Einkaufszentrum gehandelt worden.

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