Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 11.01.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Hamburg
  • Organisationen:
    Land Hamburg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen, BFW-Nord
  • Personen:
    Andreas Breitner, Dorothee Stapelfeldt, Sönke Struck, Martina Koeppen
  • Immobilienart:
    Wohnen

Hamburg: Über 11.000 Wohnungsbaugenehmigungen im Jahr 2018

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
"Baugenehmigungen sind noch keine Wohnungen", sagt Andreas Breitner vom VNW. Gestiegene Baukosten machen die Realisierung genehmigter Wohnungen zunehmend schwierig.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Das dritte Mal in Folge und zum fünften Mal seit 2011 liegt die Zahl der Baugenehmigungen in Hamburg über der Zielmarke von 10.000 Wohneinheiten. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl jedoch um 16%. Die Wohnungsverbände warnen vor Sonderwünschen der Politik und der geplanten Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht.

"Diese wieder sehr gute Zahl von 11.243 genehmigten Wohnungen auch 2018 ist ein sehr guter Erfolg für das Bündnis für das Wohnen in Hamburg", erklärt Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD). Damit liegt die Zahl der Baugenehmigungen gut 16% unter dem Ergebnis von 2017. Insgesamt wurden seit 2011 - der Regierungsübernahme durch die SPD, die seit 2016 mit den Grünen regiert - insgesamt 83.512 Wohnungen genehmigt.

Wandsbek liegt vorn

Bei den Bezirken lag Wandsbek mit 2.260 Genehmigungen ganz vorn, gefolgt von Hamburg-Nord (1.818) und Eimsbüttel (1.560). Schlusslicht ist Bergedorf mit 854 genehmigten Wohnungen. "Das Ergebnis zeigt: Die Zusammenarbeit zwischen der Wohnungswirtschaft, den Bezirken und unserer Wohnungsbaupolitik funktioniert einwandfrei", kommentiert Martina Koeppen, Fachsprecherin für Stadtentwicklung der SPD-Bürgerschaftsfraktion, das Resultat. Dem möchten die Wohnungsverbände nicht so ungebrochen optimistisch zustimmen.

"Funktioniert nicht: teuer bauen und günstig vermieten"

Moderat zeigt sich erwartungsgemäß Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Das Ergebnis zeige vor allem eines: "Die reifen Früchte sind gepflückt und es wird schwieriger, gute Grundstücke für den Bau bezahlbarer Wohnungen zu finden." Zwar erkennt Breitner in dem Wert einen Erfolg, aber: "Eine Baugenehmigung ist noch keine neue Wohnung", verweist er auf die in den letzten Jahren immer weiter aufgehende Schere zwischen genehmigten und fertiggestellten Wohneinheiten.

"Angesichts der rasant steigenden Baupreise und der Sonderwünsche von so manchem Bezirkspolitiker, gilt es darauf zu achten, dass am Ende die Projekte bezahlbar bleiben und auch umgesetzt werden. Denn eines funktioniert nicht: teuer bauen und günstig vermieten."

Kritik an Regulationen zur Grundstücksvergabe

Auch Sönke Struck, Vorstandsvorsitzender des BFW Nord, sieht in dem Ergebnis "ein vielversprechendes Zeichen für weiterhin gute Fertigstellungszahlen in den nächsten zwei bis drei Jahren". Mit Verweis auf das Bündnis für das Wohnen betont er: "Die Wohnungswirtschaft hat Wort gehalten." Die Zielmarke von 10.000 Wohnungen jährlich muss seiner Ansicht nach auch in den nächsten Jahren Maßstab sein.

"Der Flaschenhals sind weiterhin die Grundstücke." Er kritisiert die geplanten Regulationen zur Grundstücksvergabe, wie etwa die Etablierung des Erbbaurechts, und erwartet Bremsspuren beim Wohnungsbau. "Das ist gefährlich, denn der Neubau ist noch immer das wirksamste Mittel gegen steigende Mieten."

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!