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Märkte | 11.01.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Produktmangel bremst Hotelinvestoren aus

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Hotels sind bei Investoren gefragt. Blick auf das Hilton am Frankfurter Flughafen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Knapp 4 Mrd. Euro haben Anleger im vergangenen Jahr in Hotelimmobilien investiert. Das sind etwa 5% weniger als 2017. Grund war der Mangel an verfügbaren Objekten in Deutschland.

„Das Interesse am deutschen Hotelimmobilienmarkt wird dieses Jahr anhalten“, sagt Olivia Kaussen, Head of Hotels bei CBRE. „Einen Rückgang des Volumens wird es nur geben, wenn nicht genug Produkt auf den Markt kommt.“ Genau das ist im vergangenen Jahr passiert. Wer Hotels sein Eigen nannte, wollte sie nicht verkaufen. Und so melden großen Gewerbemakler unisono ein Transkationsvolumen von 4 Mrd. Euro. Laut Colliers wurde das Vorjahresergebnis nur leicht unterschritten, JLL indes errechnet einen Rückgang von 7%, CBRE liegt mit einem Minus von 4,7% irgendwo dazwischen.

Der dritte Rückgang in Folge könne nicht als nachlassendes Interesse an dieser Assetklasse interpretiert werden, meint Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group. Wenn aber kein entsprechendes Angebot auf dem Markt sei, könnten Anleger auch nicht zum Zug kommen - weder deutsche noch ausländische.

Produktmangel in den Metroploen macht B- und C-Standorte attraktiv

Dabei sind die Rahmenbedingungen optimal. Die Hotelmärkte entwickelen sich nach wie vor robust, mit Rekordergebnissen bei Übernachtungen in fast allen großen Städten mit stabiler Inlandsnachfrage und stetig steigender Anzahl ausländischer Touristen. „Das ist kein unwesentlicher Grund für die starke Performance der Hotels“, erklärt Giesemann. „Das zieht ausländische Offshore-Investoren an, mit ihrem Kapital in Hotels mit Pachtstrukturen zu gehen.“

Der anhaltende Mangel an geeigneten Objekten und die zu verzeichnenden Preissteigerungen führten auch im vergangenen Jahr zu einem verstärkten Investoreninteresse an attraktiven B- und C-Standorten, meldet Andreas Erben, Geschäftsführer bei Colliers International Hotel. „Analog dazu setzte sich die Renditekompression fort, auch wenn sie zum Jahresende fast zum Stillstand gekommen ist.“ Die Spitzenrenditen reichen von 3,75% in München bis 4,7% in Berlin.

Kein abflauendes Interesse an Hotels zu beobachten

Ein Transaktionsvolumen zwischen 3,5 Mrd. und 4 Mrd. Euro sei auch 2019 drin, meinen die Experten. „Vielleicht sehen wir bereits im ersten Quartal den einen oder anderen größeren Abschluss, für den es in 2018 nicht mehr gereicht hat“, hofft Giesemann. „Die Stimmung auf dem Hotelinvestmentmarkt ist durchweg positiv und in den derzeitigen Prozessen können wir kein abflauendes Interesse beobachten.“

Im Fokus verschiedener Investorengruppen mit unterschiedlichsten Kapitalkosten stünden mangels qualitativ hochwertigen und großvolumigen Produkts dieselben Hotelimmobilien. Dies führe zu einer Intensivierung der Wettbewerbssituation. „Allerdings könnte in der Folge durch eine Verschiebung auf kleinere Städte das Transaktionsvolumen pro gehandeltem Portfolio geringer werden. Einzeltransaktionen im mittleren und unteren Bereich wird es nicht an einer hohen Dynamik fehlen“, sagt Giesemann voraus.

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