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Märkte | 10.01.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Zinshausmarkt wächst besonders in C- und D-Städten

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs
Wohn- und Geschäftshäuser: heiß begehrt bei den Anlegern, aber selten im Angebot.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs

Der Marktbericht 2019 des Maklerhauses Engel & Völkers für den deutschen Zinshausmarkt zeigt Preissteigerungen in allen 62 untersuchten Städten. Bemerkenswert sind die Werte für die D-Städte, wo das Transaktionsvolumen insgesamt um 23% anwuchs. Angesichts der enormen Nachfrage hätte leicht das Doppelte verkauft werden können, sagen die Researcher.

Im Jahr 2017 wurde nach der Analyse von Engel & Völkers bei Wohn- und Geschäftshäusern ein Transaktionsvolumen von insgesamt 19,4 Mrd. Euro errechnet. Das ist ein Plus von 10% im Vergleich zum Vorjahr, obwohl die Anzahl der Objekte nur minimal anstieg. Basis der Berechnungen sind die Werte von Gutachterausschüssen sowie eigene Daten des Maklerhauses. Die Zahlen für 2018 sind noch nicht abschließend ausgewertet, es deutet sich ein erneut anwachsendes Transaktionsvolumen an. Ein Rückgang sei auch für 2019 keineswegs zu erwarten.

Mehr Geld für weniger Objekte

Die meisten Verkäufe gab es laut Engel & Völkers 2017 in Berlin (1.048 Einheiten, Transaktionsvolumen: 4,3 Mrd. Euro), es folgen Leipzig (538, 836 Mio. Euro) und Köln (529, 842 Mio. Euro). Auffällig ist, dass die Anzahl der Objekte in den großen Städten auch mal leicht rückläufig ist, die Transaktionsvolumina aber fast ausschließlich nach oben klettern. Für rund 10,1 Mrd. Euro sind die Top-7-Städte insgesamt gut. Doch auch wenn die A-Städte auf diesem Teilmarkt eine herausragende Bedeutung haben, steigerten sich 2017 insbesondere die anderen, kleineren Städte in der C- und D-Kategorie.

Die Kleinen profitieren vom Angebotsmangel der Großen

Beispielhaft nennen die Researcher für diese Entwicklung Halle an der Saale. Wegen des knappen Angebots in Leipzig richteten sich die suchenden Blicke der Anleger in die Nachbarschaft und wurden fündig. Wurden in Halle 2013 noch Verkäufe von 87 Mio. Euro registriert, waren es 2017 bereits 185 Mio. Euro. Ihre Aktivitäten konnten also vor allem eher kleinere Standorte im Westen und im Osten steigern. Brandenburg an der Havel, Rostock oder Duisburg haben beispielsweise ein enormes Plus (bis zu 293,2% Steigerung) beim Transaktionsvolumen zu verzeichnen.

Preissteigerungen seit 2013 um 50%

Bemerkenswert ist auch die Preisentwicklung auf diesem Knappheitsmarkt. Durchschnittlich legte der Angebotspreis für Zinshäuser zwischen 2013 und 2018 um mehr als 50% zu. Die höchsten Preise werden in München erzielt (6.577 Euro/qm), dahinter folgt mit Abstand Frankfurt (3.777 Euro/qm) und eher überraschend Konstanz (3.743 Euro/qm). Auch bei den Angebotsmieten gab es an allen untersuchten Standorten Preissteigerungen, vergleichsweise besonders hoch fielen sie in Städten wir Heidelberg (+6,6%), Karlsruhe (+5,9%) und Regensburg (+5,2%) aus.

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