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Märkte | 08.01.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Mieten für Logistikimmobilien gehen durch die Decke

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Logistikimmobilien sind knapp. Es wird zu wenig gebaut und was da ist, ist schnell vermietet. In der Folge steigen die Mieten bei Neubauten ebenso wie bei Bestandsobjekten.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Mit dem Boom im Onlinehandel und in der Industrie steigt die Nachfrage nach Logistikimmobilien. Da das Angebot an Bestandsobjekten und Neubauten in vielen Regionen knapp ist, schießen die Mieten durch die Decke. Innerhalb von zwölf Monaten war vielerorts ein Aufschlag von mehr als einem Zehntel drin.

München ist nicht nur zum Wohnen teuer. Wer in der bayerischen Metropolregion ein Logistikzentrum betreiben will, um seine Waren übers Land verteilen oder seine Güter lagern zu können, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen. Monatlich 7,25 Euro/qm kostet aktuell die Fläche in einem neu gebauten Verteilzentrum oder in einer modernen Lagerhalle. Das ist absolute Spitze in Deutschland, wie der Mietspiegel des auf Logistikimmobilien spezialisierten Maklerhauses Realogis aufzeigt. Auf Rang zwei der teuersten Standorte folgt Berlin mit schlappen 6,80 Euro/qm.

Rund um München seien die Flächen immer knapper geworden, der Wettbewerb um Standorte aber habe angezogen, erklärt Oliver Raigel, Geschäftsführer von Realogis München. In der Folge seien die Spitzenpreise in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt um 12% gestiegen. Die Durchschnittsmieten für Neubauten im Umland der bayerischen Landeshauptstadt hätten sich mit 6,75 Euro/qm innerhalb von zwölf Monaten sogar um 13% verteuert. Und so könnte es weiter gehen. Für zwei geplante Großprojekte stünden potenzielle Mieter aus Handel, Logistik sowie Industrie bereits Schlange, erzählt Raigel. Da sonst kaum Neubauprojekte in der Pipeline stecken, sei mit weiter steigenden Mieten zu rechnen.

Die Märkte in Ostdeutschland sind ebenfalls in Bewegung

Bei Bestandsimmobilien ist die Lage nicht anders. In Berlin und Stuttgart seien die Mieten um ein Zehntel gestiegen, in Köln lag der Aufschlag immerhin noch bei 7% und in Frankfurt bei 6%. Bei Objekten aus dem Bestand führt München die Hitliste der teuersten Standorte mit monatlich 6,50 Euro/qm an. Selbst die nördlichen Regionen Bremen, Hannover, Kassel, Wolfsburg und Braunschweig sind stark gefragt. Und auch dort nehme der Mangel an verfügbaren Flächen spürbar zu, sagt Christian Beran, Geschäftsführer von Realogis Immobilien Deutschland. In Hannover lägen die Verteuerungen von hochwertigen Bestands- und Neubauimmobilien bei einem Zehntel. In Bremen variieren die Aufschläge zwischen 5% bis 8%.

"Die Märkte in Deutschland Ost sind ebenfalls gut in Bewegung", berichtet Beran. "Derzeit gibt es ein großes Angebot von Flächen ab 10.000 qm, die neu gebaut werden können." Aufgrund des anhaltend hohen Wettbewerbs unter den Projektentwicklern seien die Mieten etwa in Halle im Neubaubereich nur marginal gestiegen. "Halle und Magdeburg stellen die günstigsten Logistikmärkte in Deutschland im Neubausegment dar, was besonders für den E-Commerce interessant ist", erläutert Beran.

In Nürnberg zogen die Mieten um fast ein Fünftel an

In Leipzig stünden im Bereich Bestandsimmobilien überwiegend ältere Industrieliegenschaften zur Verfügung, die aufgrund der eingeschränkten Eignung für logistische Dienstleistungen kaum Nachfrage auf dem Markt erleben. Deshalb seien auch dort die Mieten für hochwertige Bestandsimmobilien innerhalb eines Jahres um bis zu 5% gestiegen. Da die aktuelle Nachfrage auf kurzfristig verfügbare Liegenschaften abziele, seien die Neubaumieten für Built-to-suit-Immobilien in direkter Nähe der Areale von Zulieferbetrieben auf gleichbleibendem Niveau.

In Erfurt stiegen die Angebotspreise durch diverse Abvermietungen von Bestandsimmobilien um mehr als ein Zehntel. In den Märkten Zwickau, Chemnitz und Dresden ist laut Realogis weiterhin ein sehr knappes Angebot an verfügbaren Bestandsflächen zu beobachten, sodass die gleichbleibend hohe Nachfrage zukünftig nur durch Neubauentwicklungen oder Revitalisierungen von ungenutzten Liegenschaften bedient werden kann.

Starke Flächenknappheit herrsche vor allem in südlichen Logistikmärkten wie Dingolfing, Ingolstadt, Regensburg und Nürnberg. Dort wurden im vergangenen Jahr mehr Flächen im Neubau als im Bestand vermietet mit der Folge, dass die Spitzenmieten anzogen. In Nürnberg liegen sie bei 5,95 Euro/qm - das ist ein Plus von 19%.

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