Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 07.01.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Unternehmen:
    Savills
  • Personen:
    Philipe Fischer, Steffen Pulvermacher
  • Immobilienart:
    Büro

Spekulanten bremsen Berliner Investmentmarkt aus

Quelle: Porr Deutschland, Urheber: Henn Architekten
Das zukünftige Hauptquartier des Online-Modehändlers Zalando wurde im vergangenen Jahr für 235 Mio. Euro von Capstone & L ́Etoile an Hines verkauft.

Quelle: Porr Deutschland, Urheber: Henn Architekten

Auch weil Spekulanten auf ihren Grundstücken hocken, haben Berliner Makler und Eigentümer im abgelaufenen Jahr 13% weniger Immobilien verkauft als im Jahr zuvor. Da halfen auch zahlreiche Megadeals nicht.

Auf 6,85 Mrd. Euro Transaktionsvolumen kam die Branche im Jahr 2018. Der Löwenanteil von 3,6 Mrd. Euro entfiel dabei auf Büros, knapp 1,9 Mrd. Euro auf Läden. Dem Geschäft Beine machten 30 Deals in dreistelliger Millionenhöhe. Mit dabei: der Verkauf des Geschäftshausensembles am Leipziger Platz für 300 Mio. Euro von der RFR-Holding und DC Values an BMO Real Estate Partners. Park Hotels & Resorts veräußerte das Hilton für 297 Mio. Euro an Aroundtown Property. Ferner ging das Einkaufszentrum das Schloss in Steglitz für 255 Mio. Euro von Wealthcap an die Deka. Der Zalando-Campus wurde für 235 Mio. Euro von Capstone & L ́Etoile an Hines verkauft.

Megadeals reichten nicht

Und dennoch: Es reichte nicht, um an das Ergebnis des Vorjahres heranzureichen. Allzu viele Spekulanten hocken auf ihren Grundstücken. Oder wie es der Berliner Niederlassungsleiter bei Savills, J. Philipe Fischer, ausdrückt: "Eine Herausforderung auf dem Investmentmarkt stellt weiterhin die Tatsache dar, dass viele Grundstücke durch Spekulanten blockiert werden."

"Das führt dazu, dass auch immer weniger verkaufbare Projektentwicklungen und fertige Gebäude auf den Markt gelangen", ergänzt der Berliner Investmentchef Steffen Pulvermacher. Auf das Ergebnis drückte auch, dass nur 1,5% aller Berliner Büroflächen leer stehen. Value-add-Investoren und Developer, die gerne preiswert kaufen, um zu entwickeln und teurer weiter zu verkaufen, haben es darum schwer. "Diese Leute finden kaum noch was", seufzt Pulvermacher.

Reif für Hochhäuser

Um mehr Büros in die Stadt stellen zu können, fordert Fischer mehr Mut in der Stadtentwicklung: "Wir brauchen Hochhäuser in Berlin. Nur damit können wir die benötigten Flächenvolumina in der Hauptstadt langfristig decken."

Die hohe Nachfrage nach Betongold drückte die Bürospitzenrenditen auf 2,9%. Das ist das Niveau von Frankfurt und München und 10 Basispunkte weniger als noch vor einem Jahr. "Betrachten wir dabei die Mieten, die nach wie vor hinter denen der anderen beiden Städte zurückbleiben, reflektieren die niedrigen Renditen sicherlich nicht zuletzt die hohen Erwartungen an ein weiteres Mietpreiswachstum in der Hauptstadt", erläutert Pulvermacher. Die Renditen für Geschäftshäuser liegen bei 3,1% oder 20 Basispunkt unter dem Wert von vor zwölf Monaten.

Auf der Verkäuferseite tummelten sich im vergangenen Jahr mehrheitlich Asset-Manager, Bauträger und Projektentwickler sowie Privatinvestoren und Family-Offices. Auf der Käuferseite hatten inländische Erwerber die Nase mit einem Anteil von knapp 43% am Transaktionsvolumen vorne. Platz zwei belegten Investoren aus dem europäischen Ausland mit 35% Marktanteil.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!