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Märkte | 04.01.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Unternehmen:
    Savills
  • Personen:
    Jan-Niklas Schroers
  • Immobilienart:
    Büro

Berliner Büromarkt verfehlt Vorjahresergebnis

Quelle: Pecan Development
In Berlin sind Büros Mangelware. Ende November 2018 wurde das Projekt "Im Wirtschaftswunder" der Öffentlichkeit vorgestellt. Anfang Dezember waren 8.300 qm an das Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS Saat vermietet.

Quelle: Pecan Development

Hauptsächlich weil die Flächen fehlen haben Berlins Bürovermieter 2018 weniger Fläche unter die Leute gebracht als im Jahr zuvor. Kleiner Trost: Die Mieten sind kräftig gestiegen, der Leerstand noch weiter gesunken.

Das Rekordergebnis von 2017 wurde nicht erreicht. Mit einem Flächenumsatz von 909.000 qm schloss das Jahr 2018 gut 10% unter dem Vorjahresergebnis. Gleichzeitig legte die Spitzenmiete im Laufe des Jahres um 12,6% zu. In Zahlen heißt das: Aktuell werden in der deutschen Hauptstadt in der Spitze 35,80 Euro/qm gezahlt. Die Durchschnittsmiete kletterte binnen Jahresfrist um 15,6% auf 22,00 Euro/qm.

Berlin entwickelt sich am "dynamischsten"

"Mit dieser Entwicklung steht Berlin für die dynamischste Entwicklung im Vergleich zu den anderen Top-6-Standorten", freut sich Jan-Niklas Schroers, beim Makler Savills für die Vermietung von Büros zuständig. Doch der Fachmann weiß: "Perspektivisch ist mit einem Abflachen des Mietpreiswachstums zu rechnen." Das ist für zukünftige Investoren die schlechte Nachricht. Die Gute für bereits in der Stadt engagierte Eigentümer: Für 2019 gilt das nicht. 2019 werden die Mieten weiter nach oben gehen, "denn auch die avisierte Flächenfertigstellung führt kurzfristig zu keiner Entspannung. Daher sehen wir zunächst ein deutliches Plus bei der Mietpreisentwicklung."

Ab 2021 entspannt sich der Markt

Zwar steige die Flächenpipeline mit 425.100 qm im weiteren Jahresverlauf deutlich an, jedoch sind diese Büros bereits zu 70% vorvermietet. 2019 stünden damit lediglich 127.000 qm spekulativ für die Neuvermietung zur Verfügung. 2020 warten 797.100 qm in der Pipeline. Hier liegt die Vorvermietungsquote bei 43%. "Der Markt wird enger, die Flächenknappheit spitzt sich zu. Erst 2021 ist mit einer Entspannung des Marktes zu rechnen", sagt Schroers.

Das hat Auswirkungen auch auf die Leerstandsquote: Ende des Jahres lag diese bei 1,5% und damit 50 Basispunkte unter dem Wert des Vorjahres. Von der hohen Nachfrage bei steigenden Preisen profitieren Bürolagen, die eigentlich noch gar keine sind. "Hierzu gehören beispielweise Moabit oder Wedding", erklärt Schroers. Für junge Firmen seien die Mieten in Innenstadtlagen schwer zu bezahlen. Randbezirke könnten hingegen mit günstigeren Mieten bei guter Infrastruktur und trotzdem starken Zentren punkten. Allerdings neigen potenzielle Mieter nicht zu "Übertreibungen". Spätestens am S-Bahn-Ring ist Schluss. Die Schienen, sagt Schroers, "stellen eine Barriere dar."

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