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Märkte | 03.01.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berliner Logistikumsatz verfehlt Vorjahresergebnis

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Gerda Gericke
Die dicksten Geschäfte mit Logistik machen die Berliner Makler im Süden der deutschen Hauptstadt, wo 2020 - diesmal ganz bestimmt - Berlins Pannenairport BER abheben soll.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Gerda Gericke

Auf stolze 260.000 qm Umsatz brachten es die Berliner Vermieter von Gewerbe- und Logistikflächen im zweiten Halbjahr. In den ersten sechs Monaten des gerade abgelaufenen Jahres kamen gerade einmal 160.000 qm zusammen. Doch die addierten 420.000 qm, die Dank der Jahresendrallye zusammenkam, reichte nicht mehr aus, um das 2017er-Ergebnis von rund 448.000 qm zu knacken, erläutert Sebastian König, bei Engel & Völkers Commercial für Hallen und Lager zuständig.

Auch für das laufende Jahr sei kein Rekord in Sicht, so die Fachleute. Trotz guter wirtschaftlicher Lage und dem prognostizierten Bevölkerungswachstums Berlins rechnen die Vermittler mit einem Logistikumsatz zwischen 380.000 und 400.000 qm für 2019 in der deutschen Hauptstadt.

Logistiker sind in den Gemeinden nicht so beliebt

Die dicksten Geschäfte machten die Berliner Makler 2018 im südlichen Umland der Bundeshauptstadt. "Unternehmen wie Chef Culinar, DHL und Decathlon werden dort Logistikflächen von jeweils 40.000 qm beziehen", freut sich König. Doch die Freude ist von kurzer Dauer. Das Flächenangebot werde geringer, da sich im Vergleich zu den zurückliegenden zwei Jahren die Anzahl spekulativer Neubauprojekte reduziert habe. Hinzu kommt: Die Gemeinden zeigten sich deutlich restriktiver bei der Grundstücksvergabe an Logistikunternehmen. Wohnungen, Büros, Hotels und andere immobilienwirtschaftliche Nutzungen bringen mehr Lohn und Brot und mehr Steuern in die Gemeindekassen. Gleichzeitig hätten die Logistiker, die vom boomenden Online-Handel der deutschen Hauptstadt profitieren, "mehr und mehr Schwierigkeiten im südlichen Umfeld Berlins Mitarbeiter zu finden." Sogkraft entfaltet der zukünftige Hauptstadt-Flughafen BER, der – angeblich – im Herbst 2020 den Betrieb aufnehmen soll. Der Airport gilt den Experten mit 40.000 prognostizierten Arbeitsplätze als Jobmaschine.

Innerstädtisch ist das Angebot mehr als knapp

Doch noch sei nicht aller Tage Abend, hält König den Ball wieder flach. Noch gäbe es südlich Berlins rund 100.000 qm freie Flächen. Hinzu käme hier neuer Platz durch auslaufende Verträge in Bestandsimmobilien.

Innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings ist die Nachfrage stark und das Angebot knapp. Kleine Flächen bis zu 500 qm gäbe es fast gar nicht. "Unter 10 Euro/qm sind dort keine Gewerbeflächen mehr zu bekommen", analysiert König sein Zahlenwerk. Ganz uneigennützig weist der Makler auf "die seines Erachtens bestehenden Verkaufschancen für kleine und mittelständische Unternehmen" hin, "die bei der hohen Nachfrage von Investoren ihre eigengenutzte Immobilie zu einem attraktiven Preis veräußern könnten."

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