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Vermischtes | 02.01.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Unternehmen:
    Deutsche Wohnen, Rocket Internet
  • Organisationen:
    Haus & Grund
  • Personen:
    Katrin Lompscher, Michael Müller, Michael Zahn, Christoph Gröner, Horst Seehofer, Regula Lüscher, Carsten Brückner, Marc Samwer, Beatrix von Storch

Berliner Immobilienbranche ist einfach nur peinlich

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) ist die zweitpeinlichste Berlinerin.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

Alljährlich kürt das Berliner Stadtmagazin Tip die 100 peinlichsten Berliner. Die Nase ganz weit vorne hat dieses Mal die Immobilienbranche.

Gleich Platz Nr. 2 belegt die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke). Peinlicher sei nur Beatrix von Storch. Die AFD-Frau habe den von Menschen gemachten Klimawandel auf Twitter als "hysterisches Gekreische" gegeißelt. Lompscher, oder "Lompschzilla", wie Gegner sagen, wird nicht vorgeworfen, die im Koalitionsvertrag versprochenen 30.000 Wohnungen bis zum Jahr 2021 nicht auf die Straße zu bringen. Stattdessen wird ihre vor Wochen erlangte Erkenntnis ins Feld geführt, dass Wohnungen bauen nicht wie Brötchen backen sei. "Augen auf bei der Berufswahl", lautet die Empfehlung der Redaktion. Verbunden mit der Prognose, dass die Politikerin noch Bauklötze über die vielen Probleme staunen werde.

"Brachialprofiteuer" Samwer und "Mieterschreck" Zahn

Platz 7 des peinlichen Rankings errang "Brachialprofiteuer" Marc Samwer, Mitbegründer der Start-Up-Klonschmiede Rocket Internet. Samwer gehöre eine Immobilienfirma, die das alte Postamt in der Skalitzer Straße besitzt und einen kleinen Club mit einer "fetten" Mieterhöhung vertreibt. Seine Schuld, wenn Berlin bald vorbei sei, wüten die Ranking-Fürsten. Erst auf Platz 18 befindet sich "Mieterschreck" Michael Zahn, Chef der Deutschen Wohnen, der aktuell wegen Wohnungskäufen in der Karl-Marx-Allee am Pranger steht. Michael Müller (SPD), der in Berlin Regierende Bürgermeister, fällt durch, weil er sich bei der geplanten Bebauung des Checkpoint Charlie "für den dubiosen Trockland-Investor" stark macht. Für ihn spreche aber, sagen die Autoren, sein "600-Mio.-Euro-Coup". Müller lotste den Siemens-Campus in die Stadt.

"Superbaulöwe" Christoph Gröner - braucht kein Geld mehr

Ebenfalls peinlich: "Superbaulöwe" Christoph Gröner, Chef der CG-Gruppe. Nicht nur, dass er im trendigen Szenekiez in der Rigaer Strraße für Neubauten "gerne 12 Euro Kaltmiete aufwärts verlangt". Auch seine Plakataktion am ehemaligen Postscheckamt ("Hier verhindert Rot-Rot-Grün (...) 623 Wohnungen") kam weniger gut an. Doch Sorgen machen müsse man sich um den Investor nicht, beruhigen die Blattmacher. Die Prognose lautet: "Braucht eigentlich kein Geld mehr. Wird trotzdem reicher".

Berücksichtigung (Platz 48) fand auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, der ihr Sabbatical geneidet wird, weil Berlin ohne sie führungslos sei. Für "menschenverachtenden Mist" wurde Betonlobbyist Carsten Brückner, Chef des Eigentümerverbands von Haus & Grund, mit Platz 56 geadelt. Brückner zog sich den Zorn der Szene zu, weil er kein Naturgesetz kenne, dass einem Menschen das Recht gebe, für immer in seiner vertrauten Umgebung zu bleiben. "Ja, Herr Brückner", lautet die Replik, "es gibt auch kein Naturgesetz, welches besagt, dass es einen Bund der Berliner Haus- und Grundbesitzervereine geben muss. Gibt es aber trotzdem. Schade."

Horst Seehofer wird Berliner Ehrenbürger

"Innenbauheimatminister" Horst Seehofer (CSU), wurde zum Ehrenbürger Berlins ernannt und errang als "Störkraft" Platz 100 der peinlichen Liste. Seine Politikkarriere habe längst BER Niveau – "du kriegst sie einfach nicht fertig."

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