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Märkte | 17.12.2018

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Experten haben 2018 wieder einmal Berlin unterschätzt

Immobilienexperten in Deutschland geben dem Vermietungs- und Investmentmarkt für deutsche Büros in den Hochburgen Berlin, München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf eine gute Jahresprognose 2019.

Wieder einmal hat die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung zusammen mit dem Berliner Center of Real Estate Studies im Herbst ein gutes Dutzend Experten aus den Bereichen Banken, Makler und Research nach ihren Prognosen für die wichtigsten Bürozentren befragt. Besonders viel Bewegung wird dabei 2019 beim Leerstandsabbau in Frankfurt und Hamburg (abwärts) und der Mietentwicklung in Berlin und Hamburg (aufwärts) gesehen.

Berliner Spitzenmiete schnell bei 33 Euro/qm

Die Experten geben sich traditionell vorsichtig und hatten daher auch den Immobilienboom des laufenden Jahres unterschätzt. So glaubten sie noch im Frühjahr, es müssten 24 Monate vergehen, bis eine Berliner Spitzenmiete von 33 Euro/qm erreicht würde - inzwischen wissen die Befragten, dass das schon Ende 2018 der Fall sein wird. Zudem hielten sie es für unmöglich, dass die Berliner Bürospitzenrendite unter die 3%-Marke fallen würde. Nun sehen sie diesen Punkt erreicht.

Die Berlin-Prognose der Experten für 2019 fällt erneut recht vorsichtig aus, es wird mit einem weiteren Spitzenmietplus von nur ca. 5% gerechnet. Die zweitstärkste Steigerung hat Hamburg zu erwarten: plus 4%. Für die Annahme weiter sinkender Anfangsrenditen fehlt den Befragten allerdings jede Fantasie, und zwar an allen fünf Standorten.

Hamburg mit stärkstem Leerstandsabbau 2019

In Sachen Leerstandsabbau hegen die Experten die höchsten Erwartungen für die Teilmärkte Frankfurt und Hamburg. In der Bankenstadt soll sich die Quote 2019 um 60 Basispunkte verringern, an der Alster um 78 Punkte. In Berlin halten die Experten ein weiteres Absinken für unmöglich, hier herrscht zum Jahresende 2018 mit unter 2% bereits Vollvermietung. Verbessert haben sich die Aussichten aber für Düsseldorf: Gingen die Experten bisher davon aus, dass sich dort kommendes Jahr in Sachen Leerstandsabbau nichts mehr tun würde, rechnen sie jetzt mit -20 Basispunkten. Die Erwartungen an die Düsseldorfer Spitzenmiete bleiben allerdings die schwächsten unter allen Städten (+2,5%).

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