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Märkte | 17.12.2018

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Deutsche sind mit der Bahn zufriedener als mit Wohnungsmarkt

Quelle: Fotolia.com Urheber: W Korczewski
Schwer zu glauben: Mit dem deutschen Schienenverkehr sind die Deutschen überdurchschnittlich zufrieden - mit dem Wohnungsmarkt nicht.

Quelle: Fotolia.com Urheber: W Korczewski

Glaubt man einer Onlineumfrage, sind die Deutschen sogar mit ihrer Eisenbahn deutlich zufriedener als mit der Situation auf ihrem Wohnungsmarkt. Im globalen Ländervergleich sind sie sogar überdurchschnittlich unzufrieden mit der Wohnungssituation.

Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hat zwischen 24. August und 7. September dieses Jahres 20.286 Personen in 29 Ländern über ihre Einschätzung der Infrastrukturqualität ihres Landes befragt. Themen waren u.a. Energie, Digitalisierung, Hochwasserschutz und die Wohnungsversorgung. Auffällig war dabei das generell hohe Zufriedenheitslevel der Deutschen. Es liegt in den meisten Punkten sowohl oberhalb des globalen Durchschnitts als auch des Mittelwerts für die acht wichtigsten Industrienationen (G8).

Markanteste Ausnahme ist der Wohnungsmarkt. Während 38% der G8-Gruppe die Situation als "sehr gut/ziemlich gut" bezeichnen, sind es in Deutschland nur 25%. Gleich unzufrieden sind nur noch die Schweden und die Brasilianer. Am zufriedensten sind weltweit gesehen die Einwohner Saudi-Arabiens (69%), unter den Europäern die Franzosen (48%).

Ähnlich schlechte Zustimmungswerte erhält unter allen abgefragten Infrastrukturkomponenten nur noch der Digitalisierungsstandard (Netzwerkqualität, 5G). Auch hier sind die Deutschen überdurchschnittlich unzufrieden: Während in den G8 die Quote bei 51% liegt, erreicht sie in Deutschland nur 31%. Wieder sind nur die Brasilianer noch unzufriedener.

Dass die Deutschen aber keineswegs nur jammern können, zeigen die Werte für andere Komponenten wie Energie, Schienennetz, Straßen, Wasser und Hochwasserschutz. Hier liegt die deutsche Zufriedenheitsquote durchweg über dem G8-Durchschnitt - selbst mit Blick auf die viel gescholtene Deutsche Bahn. "Wohnungsnot ist das größte Infrastrukturproblem Deutschlands", resümiert Ipsos-Pressesprecher Robert Grimm. "Ipsos-Studien zeigen regelmäßig: die größte Angst der Deutschen ist vor Armut und sozialer Ungleichheit. Hohe Mieten sind Verdrängungsmechanismen, die das Gefühl von gesellschaftlicher Benachteiligung schüren."

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