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Märkte | 13.12.2018

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    JLL
  • Organisationen:
    Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung
  • Personen:
    Anke Herz
  • Immobilienart:
    Wohnen, Einzelhandel, Logistik, Büro

Pessimismus bei Immobilienfinanzierungen wächst

Quelle: Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe, Urheber: Thomas Tröster
Besonders düster schätzen Investoren die Finanzierungssituation des stationären Einzelhandels ein.

Quelle: Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe, Urheber: Thomas Tröster

Die pessimistische Stimmung sowohl bei der Einschätzung der Finanzierungssituation als auch bei der Finanzierungserwartung setzt sich in der Immobilienbranche immer weiter fest. Das geht aus dem neuen Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) des Immobilienunternehmens JLL und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung (ZEW) hervor. Einen Negativ-Höchstwert erreicht der stationäre Einzelhandel.

Der aktuelle DIFI-Indexwert zeigt demnach mit minus 10,8 Punkten nach minus 4,5 Punkten im Vorquartal den niedrigsten Wert seit dem ersten Quartal 2017. Allerdings sei man von der negativen Stimmung der Jahre 2011 und 2012 noch deutlich entfernt, sagt Anke Herz von JLL. Sehr schwach bleiben die Einschätzungen für den stationären Einzelhandel. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sich die Finanzierungssituation für entsprechende Immobilien in den vergangenen sechs Monaten eingetrübt habe. Für die kommenden sechs Monate prognostizierten sogar 57,6% der Befragten weitere Verschlechterungen bei der Finanzierung. Die Assetklasse Einzelhandel zeigt damit mit 54,6 Punkten den höchsten Negativwert der seit Ende 2011 durchgeführten Befragung.

Logistikbranche profitiert kaum noch

Die Logistikbranche profitiert nur noch in geringem Maße von der schlechten Einzelhandelsstimmung. Und: Sogar für die Assetklassen Büro und Wohnen bewegten sich die Einschätzungen talwärts. Pessimismus herrscht auch bei der Refinanzierung. Lediglich die Einlagen werden mit einem Plus von 0,3 Punkten etwas besser bewertet. Insgesamt liegt dieser Bereich jedoch immer noch auf einem Stand von minus 3,4 Punkten. Die Mortgage Backed Securities verharren unverändert bei einem Saldo von Null, während für Pfandbriefe, Schuldverschreibungen und Immobilienaktien teils deutliche Verschlechterungen zu verzeichnen sind.

Mangel an Anlage-Alternativen als Haupttreiber

Im Vergleich zu 2014 gaben 62% der Befragten den Mangel an Anlage-Alternativen als Haupttreiber an. Vier Jahre zuvor waren dies aber noch 69% gewesen. 29% gaben die niedrigen Zinsen als Haupttreiber an — eine Zunahme von 13%. Sonstige Gründe wie Anlagedruck durch hohe Liquidität oder die allgemeine Entwicklung am Wohnimmobilienmarkt, die 2014 noch relevant waren, spielen nun offenbar keine Rolle mehr.

Fed- und EZB-Politik trüben die Stimmung

Insgesamt spielen laut Anke Herz die in den USA geplante neue Leitzinserhöhung und das absehbare Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB eine Rolle. "Bei den Spreads für Hypothekenpfandbriefe und ungedeckte Bankschuldverschreibungen werden für das kommende halbe Jahr hingegen kaum Veränderungen gesehen", erklärt die JLL-Managerin. Insgesamt hatten sich diesmal 35 Experten an der Befragung beteiligt.

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