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Projekte | 13.12.2018

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

Berlin: Neue Vermarktungsrunde für das ICC

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke
Einen Denkmalwert haben die Denkmalschützer dem ICC attestiert. Unter Denkmalschutz steht das von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte entworfene Gebäude jedoch nicht.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke

Im Auftrag von Wirtschaftssenatorin Ramona Popp (Bündnis 90/Grüne) unternimmt die landeseigene Berliner Immobilien Management (BIM) einen neuen Anlauf zur Vermarktung des Internationalen Congress Centrums (ICC) am Berliner Messedamm. Ob es dieses Mal gelingt, bleibt abzuwarten.

In der Vergangenheit wollte jedenfalls kein Investor das Ende der 1970er Jahre errichtete, verschachtelte Kongresszentrum haben. Das gigantische Bauwerk mit der futuristisch anmutenden Aluminiumverkleidung ist mit Asbest und anderen Schadstoffen verseucht und frisst im jetzigen Zustand viel Energie. Um das zu ändern soll der Blechkasten saniert werden, um wieder als Kongresszentrum zu dienen. Denn das Kongressgeschäft in der Hauptstadt brummt und es werden dringend weitere Flächen für Großveranstaltungen benötigt. Deshalb drängelt Wirtschaftssenatorin Ramona Popp (Bündnis 90/Die Grünen) auf die Wiederbelebung des vor vier Jahren geschlossenen ICC.

In Popps Auftrag hat die BIM nun ein Interessenbekundungsverfahren gestartet, das bis Ende Februar 2019 läuft. Das Pfund, mit dem die BIM dabei wuchern kann, ist das Grundstück eines maroden Parkhauses mit 34.000 qm Nutzfläche. Dieses darf abgerissen und beispielsweise durch einen Hotelneubau ersetzt werden. Der Vorteil: Die Herberge könnte mit direktem Zugang zum ICC errichtet werden, das wiederum über ein Brückenbauwerk mit dem Messegelände verbunden ist. Der Nachteil: Das Grundstück liegt im Gewirr vom Kreuz der A 100 und dem stark befahrenen Messedamm, ist also auf allen Seiten von tosendem Verkehr umgeben.

Kauf, Erbpacht, Anmietung

Laut Ausschreibung sollen künftig Kongresse mit bis zu 8.000 Teilnehmern auf insgesamt 23.000 qm künftig im über 250.000 qm BGF bietenden ICC stattfinden. Im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens werden potenziellen Investoren verschiedene Optionen vom Kauf über eine Erbpacht bis zur Anmietung angeboten. Den Bewerbern sei freigestellt, welches Modell sie als Grundlage für ihre Kalkulation wählen, heißt es im Exposé. In jedem Fall sollen sich die Interessenten an der Sanierung des 320 m langen, 80 m breiten und 40 m hohen Gebäudes beteiligen. "Gemeinsam mit den Investoren wollen wir die erforderliche Schadstoffsanierung schon bald beginnen und das ICC als modernes Kongresszentrum wiedereröffnen", so Popp.

Im Berliner Landeshaushalt sind 200 Mio. Euro für die Sanierung des ICC bereitgestellt. Diese Summe wird jedoch nicht ausreichen, um das zwar nicht unter Denkmalschutz stehende, aber dennoch das Stadtbild prägende Bauwerk wieder nutzbar zu machen. In früheren Schätzungen war von weiteren 300 Mio. Euro die Rede, um den verschachtelten Kasten im 70er-Jahre-Look wieder flottzumachen.

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