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Märkte | 12.12.2018

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Boom auf dem Wohnungsmarkt hält unvermindert an

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Der Wohnimmobilienboom bleibt auch 2019 erhalten, sagt Engel & Völkers.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Der Aufwärtstrend auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt setzte sich laut dem Marktbericht 2018 von Engel & Völkers ungebrochen fort. Eigentumswohnungen verteuerten sich bei den Angebotspreisen um 6,4%, Ein- und Zweifamilienhäuser sogar um 7%. Ein Ende des Trends sei auch 2019 nicht zu erwarten.

"Solange die Immobilienwirtschaft die steigende Nachfrage nicht bedienen kann, werden die Preise in zentralen Innenstadtlagen und umliegenden Regionen weiter anziehen", prognostiziert Kai Enders, Vorstandsmitglied von Engel & Völkers, für das kommende Jahr. Spitzenreiter unter den 60 für die Analyse ausgewählten Städte war, ist und bleibt voraussichtlich München. Dort wurden mit 7.630 Euro die höchsten durchschnittlichen Preise pro qm offeriert. In Frankfurt waren es 5.408 Euro/qm, in Hamburg 4.679 Euro/qm. Mit einem durchschnittlichen Objektwert von 448.000 Euro für Eigentumswohnungen verfügt München über die höchsten Kaufpreise aller betrachteten Standorte (durchschnittlicher Objektwert in Deutschland: 253.000 Euro). Im Markt der Ein- und Zweifamilienhäuser erreichte München mit 16 Mio. Euro ebenfalls den Spitzenwert.

Die Spitzenposition beim Umsatzranking auf dem Häusermarkt (Ein -und Zweifamilienhäuser) nimmt wie im Vorjahr aber Hamburg mit 1,67 Mrd. Euro ein. Mit einem Transaktionsvolumen von 1,26 Mrd. Euro hat München die Bundeshauptstadt Berlin (1,21 Mrd. Euro) vom zweiten Platz abgelöst. Auch Universitätsstädte wie Konstanz, Bielefeld und Aachen konnten ihr Transaktionsvolumen deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern.

Berlin führt im Segment Wohnungen

Im Wohnungssegment führt Berlin mit 5,7 Mrd. Euro das Umsatzranking an. Mit rund 21.000 Verkäufen wurden hier mehr als doppelt so viele Wohnungen vermittelt wie im zweitplatzierten München. Gemeinsam mit Berlin und München teilen sich Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart und Düsseldorf über 61% des Umsatzvolumens auf dem Wohnungsmarkt. Aber auch kleinere Städte wie Lübeck, Magdeburg oder Fürth haben deutlichen Umsatzzuwachs zu verzeichnen. An der Spitze der Steigerungsraten liegt Chemnitz. Dort haben sich Verkäufe innerhalb eines Jahres sogar auf 146,4 Mio. Euro verdoppelt (+109%).

Der Ausblick für 2019 von Engel & Völkers ist durchgängig positiv: Während sich der Immobilienmarkt in den Ballungsräumen weiterhin positiv entwickele, seien in Zukunft auch in mittelgroßen und kleineren Städten überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten. "Die starke Konjunktur, ausgeprägte Lohnzuwächse und das niedrige Zinsniveau schaffen aktuell ideale Finanzierungsbedingungen für den Immobilienerwerb in Deutschland", sagt Kai Enders.

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