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Unternehmen | 11.12.2018

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Gerry Weber
  • Immobilienart:
    Laden-/Geschäftsflächen

Gerry Weber macht 230 Flächen dicht - aber nicht nur Läden

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Harald Thomeczek
Gerry Weber will mehr als jede vierte eigene Fläche - ohne die Tochter Hallhuber gerechnet - dichtmachen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Harald Thomeczek

Das gebeutelte Modeunternehmen Gerry Weber hat dieser Tage die Schließung von "rund 230 Verkaufsflächen" als Baustein der Zukunftssicherung kommuniziert. Vom Kahlschlag sind aber nicht nur eigene Stores betroffen, sondern auch sogenannte Concessions-Flächen, also in Eigenregie geführte Shop-in-Shop-Flächen.

"Für die Gerry-Weber-Marken haben wir 822 Verkaufsflächen inklusive der Concessions-Standorte. Davon werden wir rund 230 schließen müssen", teilte eine Sprecherin auf Anfrage der Immobilien Zeitung mit. Weitere Informationen könne sie derzeit nicht geben. Jedenfalls ließ das Modeunternehmen verlauten, der Vorstand sei "in die Verhandlungen (...) mit den Vermietern von Ladengeschäften über die vorzeitigen Kündigungen und Anpassungen von Mietverträgen eingetreten".

"Core-Retail"-Portfolio schrumpft schon länger

Der Modekonzern mit den Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon betreibt rund um den Globus rund 1.230 eigene Stores und Verkaufsflächen (Stand: Ende drittes Quartal 2017/2018). Davon gehören allerdings 410 zur Tochter Hallhuber. Von den anderen 822 Standorten, die der Konzern zu seinem "Core-Retail"-Portfolio zählt, entfallen 440 auf Gerry-Weber-Mehrmarkengeschäfte, 70 auf Monolabelläden, 278 auf Concessions-Flächen und 34 auf Factory Outlets. Zwischen Ende Juli 2018 - dem Ende des dritten Quartals 2017/2018 - und Juli 2017 wurden bereits 45 eigene Flächen geschlossen.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden 75 Läden der Marken Gerry Weber, Taifun oder Samoon aufgegeben, 2016/2017 waren es 68. Rund zwei Drittel der Schließungen betrafen Deutschland. Im Frühjahr 2018 hatte das Unternehmen erklärt, mit den Schließungen im Rahmen seines Sanierungsprogramms Fit4Growth im Wesentlichen durch zu sein.

Ergebnis dreht ins Minus - auch ohne Sanierungskosten

Im Gesamtjahr 2017/2018 hat Gerry Weber, das wie andere große Modehändler und -hersteller mit dem Umbruch im Textilhandel kämpft, nach vorläufigen Zahlen rund 10% Umsatz verloren. Das operative Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist ins Minus gerutscht (Verlust von 15,5 Mio. Euro). Inklusive Rückstellungen für Schließungen oder die Streichung von Arbeitsplätzen, Beratungskosten, außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertberichtigungen hat sich sogar ein Fehlbetrag von 148,1 Mio. Euro aufgetürmt. Die dringlichste Aufgabe, die der Vorstand aktuell vor der Brust hat: bis Ende Januar 2019 ein Finanzierungs- und Sanierungskonzept unter Dach und Fach bringen.

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