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Unternehmen | 07.12.2018

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:

mymuesli stutzt sein Ladennetz zurecht

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
mymuesli zeigt Präsenz: Dieser Anblick wird seltener in Deutschlands Fußgängerzonen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Der Müslihändler mymuesli hat viele Läden geschlossen und konzentriert sich künftig auf Vorzeigegeschäfte und Shop-in-Shop-Flächen bei Lebensmittelhändlern.

"Wir haben uns schon vor rund zwei Jahren für eine Neuausrichtung unserer Store-Strategie entschieden", so mymuesli-Mitgründer und Geschäftsführer Max Wittrock (36). Die Schließungen sind offenbar aber erst in den vergangenen Monaten erfolgt. In einer Pressemitteilung, die vom 20. Juli 2018 datiert, spricht die Firma aus Passau noch von "europaweit mehr als 50 Stores". Nun heißt es: "Wir betreiben mittlerweile weniger eigene Läden. Derzeit gibt es 32 mymuesli-Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz." Rund 20 Läden dürften der Neuausrichtung also bislang zum Opfer gefallen sein.

mymuesli hat 2009 den ersten Laden am Unternehmenssitz Passau aufgemacht, ab 2012 expandierte die Firma in weitere Städte. "In den letzten Jahren haben wir aber wie viele andere Händler auch gesehen, dass Einzelhandel insgesamt schwieriger geworden ist: Aus unserer Sicht gibt es zum Beispiel immer weniger Kunden, die für die reine Bedarfsdeckung in die Innenstädte gehen."

Testlauf am Viktualienmarkt

Wittrock & Co. haben aber nicht nur Läden dichtgemacht, sondern sich auch etwas Neues überlegt: Aus den genannten Gründen sei es "für uns logischer, uns bei eigenen Läden auf weniger Standorte zu konzentrieren - auf Flagshipstores, wie man das auch nennen könnte - und dort mehr anzubieten: idealerweise also mit etwas größeren Flächen als viele unserer bisherigen Läden und mit einem gastronomischen Konzept. Wir testen das gerade am Münchner Viktualienmarkt."

Am Viktualienmarkt hat mymuesli am 19. Juli 2018 einen neuen Laden eröffnet. Hier sollen Kunden nicht so sehr Einkäufe tätigen, sondern vielmehr Bekanntschaft mit der "Marken- und Online-DNA von mymuesli" schließen. Auch Aufenthaltsqualität mit Sitzbereichen im und vor dem Laden wird groß geschrieben.

Shop-in-Shop-Flächen in Lebensmittelmärkten

Neben stationären Flaggschiffen setzen die Müslimacher auch auf ein zweites neues Flächenkonzept: "Wir haben außerdem lange an einem Shop-in-Shop-Konzept gearbeitet, das wir nun zum Beispiel gut in kleineren oder mittelgroßen Städten bei einem Partner einsetzen können", berichtet Wittrock. Wie das aussieht, kann man etwa in einem Citti-Markt in Kiel sehen. Einen eigenen Laden betreibt mymuesli in Kiel nicht mehr.

Alles in allem "voll im Plan"

Einen Rückzug aus dem Geschäft mit stationären Läden, verspricht der Co-Gründer, werde es nicht geben. Aber: "Der Onlinekanal steht bei uns für über die Hälfte des Umsatzes, unsere Läden steuern hingegen den kleinsten Umsatzanteil neben Lebensmitteleinzelhandel und E-Commerce bei." Alles in allem sei man mit der Unternehmensentwicklung "voll im Plan". Auch 2018 habe die Firma "wieder starkes Wachstum" gezeigt, "vor allem online". Genaue Zahlen nennt Wittrock nicht.

Dass das 2007 gegründete Unternehmen sein Ladennetz zurechtstutzt, dürfte für viele überraschend kommen. mymuesli galt Verfechtern des stationären (innerstädtischen) Einzelhandels lange als schönes Beispiel für Internetversender, die die Lücken, die der Rückzug traditioneller Händler gerissen hat, schließen.

Transaktion: München, Viktualienmarkt 7

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