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Märkte | 05.12.2018

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

2019 wird für den Wohnungsmarkt wie 2018

Quelle: Immobilien Zeitung, Urherber: Volker Thies
Auch 2019 wird der Wohnungsneubau im Fokus der Branche stehen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urherber: Volker Thies

Der Investment-und Portfoliomanager Domicil, der vornehmlich in Berlin aktive Projektentwickler Primus Immobilien und das Maklerhaus CBRE haben bei einer Web-Pressekonferenz ihre Prognosen für den Wohnungsmarkt 2019 vorgestellt. Ein gemeinsames Ergebnis: 2019 wird in etwa wie 2018, nur die Politik, die Bodenspekulation und die Proteste Einzelner könnten noch etwas lästiger werden.

Michael Schlatterer, Director Residential Valuation bei CBRE, nennt den Haupttreiber für einen weiterhin gedeihlichen Wohninvestmentmarkt 2019: die Nachfrage. Diese bleibe hoch, weil die Zuwanderung (plus ca. 500.000 Menschen im Jahr) weiter anhalten wird und die Wohnungsfertigstellungen mit erwarteten rund 250.000 auch 2019 nicht Schritt halten können, sagt Schlatterer. Vor allem angesichts eines aufgelaufenen Bedarfsstaus von rund 1 Mio. Wohnung. Dieses "Missverhältnis" werde auch im kommenden Jahr den Markt und die Preise bestimmen. Die Gefahr von steigenden Zinsen sei nicht zu fürchten. Störfeuer sei in erster Linie von der Politik zu erwarten, etwa durch Energiesparauflagen. Ein Problem blieben die Proteste von Anwohnern gegen neue Wohnprojekte. Und es habe sich noch kein Mittel gefunden, Bodenspekulation in den Griff zu bekommen, so Schlatterer. Auf die niedrigeren Bruttoanfangsrenditen richteten sich auch ausländische Interessenten mit langfristigen Investitionen ein.

Eine Gefahr: Es wird am Bedarf vorbeigebaut

Weder der Handelsstreit USA-China noch der Brexit werden negative Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt haben, sagt Andre Schmöller, Geschäftsführer von Domicil, voraus. Eine kleine Einschänkung beim Thema Nachfrage macht Schmöller. Diese richte sich vor allem nach bezahlbarem Wohnraum, also Mieten von 7 Euro/qm bis 9 Euro/qm. Er sehe aber nicht, wie angesichts steigender Baukosten für "unter 10 Euro/qm" Wohnungen errichtet werden könnten. Eine gewisse Gefahr für 2019 also heißt: Es wird am großen Bedarf vorbeigebaut. Die Mietpreisbremse, die abgesenkte Modernisierungsumlage und die Pläne für die Neuordnung der Mietspiegel könnten zudem das Mietpreiswachstum etwas dämpfen, aber nicht zum Erliegen bringen.

Sebastian Fischer, Vorstand von Primus, nennt die "Grundstücksverfügbarkeit zwar schwierig", doch werde nach seiner Ansicht "mehr geklagt, als das Problem vorhanden ist". Besonders für Berlin sieht er die Entwicklung 2019 außerordentlich positiv. Das Bruttoinlandsprodukt steige in der Hauptstadt weiterhin überdurchschnittlich (aktuell 4,7%), internationale Digitalkonzerne (Amazon, Google) siedelten sich an und zögen auch die "Old Economy" nach (Beispiel Siemens). Steigende Kaufkraft ermuntere Wohnungserstkäufer. Von sinkendem Interesse oder sinkenden Preisen gebe es dagegen keine Spur, belege ein "brandaktuelles Beispiel": Das Primus Quartier Charlotte in Berlin-Weißensee erziele im Vertrieb im Schnitt 6.000 Euro/qm.

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